Tipps für eine gelungene Familien-Reise
20 Prozent der Sommerurlauber sind Familien mit Kindern: Damit der Urlaub auch erholsam wird, bedarf es jeder Menge Organisation.

Foto © Fotolia / Sundikova
20 Prozent der Sommerurlauber in Österreich sind Familien mit Kindern bis zu 14 Jahren. Damit sich der Urlaub auch auszahlt, bedarf es jeder Menge Organisation. Der ÖAMTC widmete sich mit einem eigenen Symposium dem Thema.
"Der durchschnittliche Österreich-Familienurlaub dauert acht Tage", sagte Holger Sicking von der Österreich Werbung. Die Planung des Urlaubs erfolgt meist länger als zwei Monate im Voraus. Bereits 60 Prozent informieren sich online über ihr Reiseziel. Knapp 50 Prozent buchen den Urlaub online. Die Haupturlaubsmotive: Zeit mit der Familie verbringen, in der Natur sein und Spaß haben. Für die Anreise nutzen 87 Prozent der Österreich-Urlauber das Auto.
Gepäck- und Personensicherung
Für eine sichere Fahrt in den Urlaub spielt auch die richtige Gepäck- und Personensicherung eine wichtige Rolle. "Die Folgen falscher Beladung können fatal sein. Leider wird die Gefahr umher fliegender Gegenstände während eines Unfalls nach wie vor unterschätzt", so ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. ÖAMTC-Crashtests zeigten immer wieder, dass herumfliegende Gegenstände bei einem Unfall mit nur 50 km/h das bis zu 50-fache ihrer eigentlichen Masse entwickeln können. Eine Zwei-Liter-Mineralwasserflasche kann beispielsweise die Wucht eines erwachsenen Mannes erreichen. "Ein Getränkekasten kann sogar die Wucht von über einer halben Tonne entwickeln", sagte der ÖAMTC-Techniker.
Richtig packen
So packt man richtig: Schwere Gegenstände sind immer zuerst, also möglichst tief und weit vorne an der Rücklehne der Rückbank im Fahrzeug unterzubringen. Leichtere, kleinere Gepäckstücke kommen zum Schluss. Abschließend sollte die Ladung mit einem Gepäcknetz abgesichert werden. Auch bei Dachboxen oder Dachträgern muss die Ladung mit Gurten befestigt werden. Ein Dreipunktegurt sowie eine auf Kopfoberkante eingestellte Kopfstütze sorgen für die richtige Personensicherung.
Mitführpflichten beachten
Bei Autoreisen sind weiterhin die unterschiedlichen Mitführpflichten innerhalb Europas zu beachten. So ist ab 1. Juli in Frankreich ein Alkohol-Testgerät mitzuführen, in Italien muss für jeden Mitfahrer - also auch für Kinder - eine eigene Warnweste mit an Bord sein. "Bei den verschiedenen Regelungen kann man leicht durcheinander kommen", meinte ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. Wenn es ins Ausland geht, ist für Familien auch folgende Neuerung zu beachten: Ab 15. Juni 2012 benötigen alle Kinder einen eigenen Pass. Miteintragungen im Reisepass der Eltern verlieren ihre Gültigkeit. Der Reisepass der Eltern bleibt jedoch gültig. Wenn Kinder mit anderen Familienmitgliedern als den eigenen Eltern verreisen, empfiehlt es sich, eine Einverständniserklärung der Eltern mitzuführen. Außerdem sollten Familienurlauber nicht auf die Mitnahme eines Kindersitzes vergessen. Bei Reservieren von Mietwägen ist es ratsam, den Kindersitz gleich mitzubuchen. Auch bei Taxifahrten ist an die Vorrichtung zu denken.













