China als Turbo für den Mercedes G
Als einziges österreichisches Unternehmen präsentiert sich Magna Steyr auf dem am Donnerstag offiziell beginnenden Genfer Autosalon. Am Rande des Branchentreffs gab's gute Nachrichten zum Mercedes G.

Foto © APAMagna Steyr Mila Coupic concept car
Am Donnerstag öffnen sich offiziell die Pforten des 82. Genfer Autosalons. An zehn Tagen werden sich gut 700.000 Besucher die insgesamt 180 Welt- und Europapremieren der Autohersteller anschauen. Mitten drinnen im Trubel dieses ersten Autosalons des Jahres ist schon traditionell der Autozulieferer Magna Steyr - als einziger österreichischer Aussteller übrigens. "Hier sind auf kleinem Raum alle wichtigen Kunden von Magna vertreten, also Hersteller und Zulieferer und deren Entscheidungsträger", betont Günther Apfalter, Chef von Magna Europa. "Wir können hier unsere Innovationen und unser Geschäftsmodell präsentieren." Auch heuer ist Magna mit einem eigenen Konzept-Auto vertreten.
Der Mila Coupic (siehe Bild) verbindet drei Wagentypen in einem Auto: SUV-Coupé, Cabrio und Pick-up. Möglich wird das durch ein neuartiges Dachsystem sowie einer zum Patent angemeldeten Rückbank, die aufgeklappt als Rückwand für den Pick-up dient. Damit will Magna verdeutlichen, dass in Graz nicht nur Autos "zusammengeschraubt" werden, sondern auch höchste Entwicklungs- und Konstrukteurskompetenz vorhanden ist.
Der Magna-Messestand liegt ideal inmitten der wichtigsten Kunden. Nur wenige Meter entfernt glänzt der Peugeot RCZ, der ebenso in Graz produziert wird wie der Verkaufsschlager Mini Countryman, der in Genf ebenfalls in unmittelbarer Magna-Nachbarschaft präsentiert wird.
Mit einer hocherfreulichen Perspektive für den seit 1979 in Graz montierten Mercedes G ließ Daimler-Vorstand Wolfgang Bernhard in Genf aufhorchen. Wurde gerade erst der Montagevertrag mit Magna um sieben Jahre bis 2019 verlängert (wir berichteten), sollen die Stückzahlen des Geländewagen-Klassikers in den nächsten Jahren geradezu explodieren. So wurde jetzt die ursprüngliche Planung für 2012 von 8500 Stück auf 9500 Einheiten erhöht, im nächsten Jahr sollen es schon deutlich über 10.000 sein. Bernhard: "Die Nachfrage am Markt ist dermaßen gut, dass wir bis zum Ende des Jahrzehnts von 15.000 bis 20.000 Stück ausgehen. Vor allem die Chinesen sind ganz verrückt nach dem Wagen." Längst finden sich in China neben USA und Deutschland die meisten G-Käufer, mittelfristig soll China wichtigster Markt werden. Zwei Drittel des G-Volumens entfallen auf private Käufer, ein Drittel wird von Militärs geordert. Mitte des Jahres wird Mercedes dem G ein Facelift verpassen. Dabei wird primär bei Emissionen (Euro 6) und Sicherheit (Fußgängerschutz) nachjustiert.















