Suzuki-VW vor der Scheidung
Der japanische Autoproduzent Suzuki kündigte am Montag die vor knapp zwei Jahren mit VW eingegangene Allianz auf, weil er um seine Eigenständigkeit fürchtet - ein Dämpfer für das VW-Wachstum.

Foto ©
Freundschaften halten nicht ewig - Volkswagen muss sich auf dem Weg an die Weltmarktspitze in Asien wohl einen neuen Partner suchen. Der japanische Autoproduzent Suzuki kündigte am Montag die vor knapp zwei Jahren mit VW eingegangene Allianz auf, weil er um seine Eigenständigkeit fürchtet.
Suzuki-Chef Osamu Suzuki bot den Wolfsburgern an, die von VW gehaltenen Aktien zurückzukaufen. Der japanische Konzern wolle technische Neuentwicklungen künftig alleine vorantreiben. Zuvor hatte VW den Japanern vorgeworfen, die Kooperationsvereinbarung gebrochen zu haben. Suzuki habe unzulässigerweise Dieselmotoren von Fiat bezogen.
Der deutsche Konzern setzte seinem Partner daraufhin die Pistole auf die Brust und räumte ihm eine mehrwöchige Frist ein, um "diesen Sachverhalt zu korrigieren". Autoexperten werten den Streit als Rückschlag für VW auf dem Weg an die Weltmarktspitze. Ein Scheitern der Zusammenarbeit mit Suzuki würde das Ziel des Wolfsburger Konzerns durchkreuzen, im Zukunftsmarkt Indien und in Südostasien zu wachsen.













