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Zuletzt aktualisiert: 02.12.2006 um 03:30 Uhr

"DNA" für Autos soll Fahrzeugdiebstahl dramatisch verringern

Aufsprühbare Mini-Punkte enthalten Fahrgestellnummer des Kfz, die Identifizierung erfolgt durch die Polizei mittels UV-Licht und Lupe.

Die Polizei beim Testen

Foto © APADie Polizei beim Testen

Eine kleine unscheinbare Sprühflasche könnte den Kampf gegen internationalen Autodiebstahl zu Ungunsten der Kriminalität entscheiden. Denn in der Flüssigkeit, die auf alle Teile des Pkw oder Motorrades aufgetragen wird, befinden sich tausende winzige Punkte, so genannte Mighty-Dots. Sie sind nahezu unzerstörbar, enthalten sämtliche Informationen über das Fahrzeug und machen ein gestohlenes Vehikel somit leicht identifizierbar. Ein Fläschchen Mighty-Dots kostet 125 Euro und ist ab sofort in Österreich erhältlich.

Neue Technik. "Es handelt sich um eine absolute Novität und eine Technik, die uns bei der Kriminalitäts-Bekämpfung sehr helfen wird", zeigte sich am Freitag Innenministerin Liese Prokop (V) bei der Präsentation am Flughafen Wien in Schwechat beeindruckt. Die Polizei erhält bis Weihnachten 1.000 Kontroll-Sets, die aus UV-Lampen und Lupen mit hundertfacher Vergrößerung bestehen. Die Daten aus derzeit sieben europäischen Ländern werden zentral erfasst, in Österreich erfolgt die Dokumentation durch das Fahndungssystem EKIS.

Autoklauer werden abgehalten. Der Diebstahl kann dadurch natürlich nicht verhindert werden, doch allein die enorme Anzahl der kleinen Punkte scheint viele potenzielle Autoklauer von ihrem Vorhaben abzuhalten. In Australien, die Heimat und der Ursprung der Mighty-Dots, sind Langzeitstudien zufolge die Diebstahlsraten um 65 bis 95 Prozent zurück gegangen. Die einen Millimeter kleinen Punkte werden auf alle Teile des Fahrzeugs gesprüht. Diebe sollten sich also zum Entfernen jede Menge Zeit nehmen - und sie sollten gründlich arbeiten: Denn nur ein einziger Punkt reicht, um den fahrbaren Untersatz zu identifizieren.

Serienmäßig Mighty-Dots. Während BMW, Porsche und Subaru in Australien ihre Autos bereits serienmäßig mit Mighty-Dots besprühen, müssen die europäischen Lenker noch weitestgehend selbst Hand anlegen oder eine autorisierte Werkstatt beauftragen. Die Minipunkte haften anschließend auf der Bodenplatte, am Armaturenbrett, auf den Scheinwerfern, der Stoßstange oder im Kofferraum - bei extremer Hitze ebenso wie bei klirrender Kälte.

Vielfältige Einsatzgebiete. In Österreich sind die winzigen Alleswisser beim ARBÖ und bei ausgewählten Händlern und in Werkstätten erhältlich. Ab 2007 soll dann auch der ÖAMTC die Mighty-Dots in sein Programm aufnehmen. Die Einsatzgebiete der Minipunkte ist schier unerschöpflich: Fahrräder, Skier, aber auch wertvolle Kunstgegenstände. So hat etwa das Heeresgeschichtliche Museum in Wien bereits sämtliche Exponate "einsprühen" lassen. (S E R V I C E - Informationen über die Mighty-Dots und deren Verkaufsstellen in Österreich im Internet unter http://www.mightydot.at) (Schluss) trö/km


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