Karawankentunnel - Protestblockade soll nicht stattfinden
Die von slowenischen Frächtern für Freitag angekündigte Protestsperre des Karawankentunnels dürfte abgesagt werden. Der slowenische Verkehrsminister Patrick Vlacic habe mit den Frächtern eine Vereinbarung treffen können, wonach sie den Verkehr nicht blockieren werden.

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Zu der Vereinbarung sei es gekommen, nachdem mit der Asfinag zusätzliche Bedingungen abgemacht wurden, hieß es. Bei der Asfinag betonte man am Donnerstagabend allerdings, dass die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen seien. Mit der Blockade wollten die Frächter gegen ein von Österreich verhängtes Zusatz-Fahrverbot protestieren.
Vlacic rechnet damit, dass die Sperre nicht stattfinden wird. "Ich erwarte, dass diese Lösung in dem Maße befriedigend sein wird, damit die angekündigten Schwierigkeiten wegfallen werden", sagte er zur slowenischen Nachrichtenagentur STA. Wie er hinzufügte, habe er von den Frächtern die Zusicherung bekommen. Der Vorsitzende der Sparte Verkehr der slowenischen Gewerbekammer, Andrej Klobasa, betonte hingegen, dass er zuvor eine schriftliche Versicherung aus Österreich sehen wolle.
Eine Sperre von samstags 15.00 Uhr bis sonntags 22.00 Uhr gilt generell. Laut slowenischem Verkehrsministerium soll die Asfinag während des ausgeweiteten Fahrverbots (von Freitag 22.00 Uhr bis Samstag 15.00 Uhr) Lkw mit einer gefährlichen oder leicht verderblichen Ladung die Durchfahrt durch den Tunnel gestatten. Anderen Frächter, die über Spielfeld umgeleitet werden, soll die Asfinag die Maut zurückerstatten. "Wir können ihnen diese Informationen noch nicht bestätigen", betonte Asfinag-Sprecherin Anita Oberholzer am Donnerstagabend gegenüber der APA. Noch würden die Verhandlungen laufen.
Abgesehen von der angedrohten Blockade des Tunnels am Freitag will Vlacic mit der österreichischen Verkehrsministerin Doris Bures (S) weitere Gespräche führen will. Slowenien beharrt darauf, dass laut dem zwischenstaatlichen Vertrag alle Maßnahmen bezüglich des Karawankentunnels bilateral abgestimmt werden müssen. Das zusätzliche Fahrverbot war vom österreichischen Verkehrsministerium mittels Verordnung und aufgrund eines Gutachtens verhängt worden, um das Unfallrisiko während des massiven Verkehrsaufkommens in der Urlaubszeit zu minimieren. Offiziell wurde Slowenien über die Maßnahme Mitte vergangener Woche informiert, so das österreichische Verkehrsministerium.













