Neuer Tunnel, altes Stau-Problem?
Urlaubsreisende konnten Samstag ohne Behinderungen durch den neu ausgebauten Tauerntunnel fahren, aber nur um im Bereich Knoten-Villach und vor dem Karawanken-Tunnel erneut im Stau zu stehen. Die Asfinag sieht den kommenden Reisewochenenden jedoch gelassen entgegen.

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Jahrelang war der Stau vor dem Tauerntunnel in der Urlaubsreisezeit so sicher wie das Amen im Gebet. Mit dem Vollausbau wurde dieses Problem zwar gelöst, am Samstag gab es in Kärnten aber ein böses Erwachen. Der Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg führte zu einer Blechlawine, die sich auf der Tauernautobahn Richtung Süden wälzte. Diesmal staute es sich allerdings nicht vor dem Tauerntunnel, sondern vor dem Oswaldiberg- und dem Karawankentunnel.
"Wir mussten den Vekehr vor der Einhausung Trebesing und dem Oswaldibergtunnel blockabfertigen, da ein Stau im Tunnel natürlich in jedem Fall vermieden werden muss. Der Verkehr konnte die ganze Zeit über im Rollen gehalten werden und die Wartezeit verkürzte sich Samstagnachmittag relativ rasch", sagt Barbara Warnold von der Asfinag.
"Erwartbare" Überlastung
Die Asfinag-Experten sehen aber keinen Grund für weitere bauliche Maßnahmen im Bereich des Knoten Villach. "Dieser Stau entstand durch Verkehrsüberlastung, an einem Wochenende wie diesem mit Ferienbeginnen in großen Deutschen Bundesländern ist das auch zu erwarten", so Warnold und erinnert daran, dass es an den vergangenen Wochenenden einen problemlosen Verkehrsfluss in diesem Bereich gab.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler sieht die Sache anders, er fordert nach den Ereignissen am Samstag eine zweite Röhre für den Karawankentunnel. Dörfler wolle sich diesbezüglich "sofort" mit dem slowenischen Verkehrsminister Patrick Vlacic in Verbindung sezten. Laut Asfinag-Sprecherin Barbra Warnold gebe es über Ausbauvarienten des Karawankentunnels aber ohnehin seit geraumer Zeit Verhandlungen mit der slowenischen Autobahngesellschaft DARS. Denn bis zum Jahr 2019 müssen alle Tunnel sicherheitstechnisch adaptiert werden, wie diese Änderungen genau aussehen werden, ist derzeit Gegenstand der Verhandlungen.













