VW übernimmt Salzburger Porsche Holding
Durch die Übernahme der Porsche Holding GmbH, die das Autohandelsgeschäft der Familien Porsche und Piech von Salzburg aus führt, kann VW die großen Länder Europas selbst bedienen.

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Der deutsche Autokonzern Volkswagen steht kurz vor der 3,3 Milliarden Euro schweren Übernahme der Porsche Holding GmbH mit Sitz in Salzburg.
Die Transaktion, die fest vereinbart sei, werde voraussichtlich am Dienstag vollzogen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Bisher gehört die Porsche Holding, Österreichs größter Autohändler, ebenso wie der gleichnamige Stuttgarter Sportwagenbauer den VW-Eigentümerfamilien Piech und Porsche.
Mit dem Verkaufserlös wollen die Familien einen Teil der bei der Stuttgarter Porsche Holding SE geplanten Fünf-Mrd.-Euro-Kapitalerhöhung finanzieren. Mit dem Erlös für die neuen Aktien soll die Verschuldung der Porsche Holding SE auf 1,5 Milliarden Euro gesenkt werden. Das ist die Voraussetzung für die Eingliederung des Sportwagenbauers in den VW-Konzern, die bereits 2009 in Grundzügen vereinbart worden war.
2008 hatte Porsche den Autoriesen VW schlucken wollen, hat sich jedoch übernommen und steht vor einem Schuldenberg. Nun drängt die Zeit: Jene fünf Milliarden Euro an Schulden, die Porsche für den Kauf von VW-Aktien aufgenommen hatte, werden im Juni und Dezember fällig. Als Pfand verfügen die Banken über die 51 Prozent der VW-Aktien, die Porsche gehören.
Durch die Übernahme der Porsche Holding GmbH, die das Autohandelsgeschäft der Familien Porsche und Piech von Salzburg aus führt, kann VW die großen Länder Europas selbst bedienen und erhält direkten Zugriff auf den Vertrieb. Das Salzburger Unternehmen hat kaum Schulden und wirft jedes Jahr mehrere hundert Millionen Euro Gewinn ab, konkrete Ergebnisse werden nicht veröffentlicht.











