Heuer schon sechs Tote bei Quad-Unfällen
"Dieses Gefährt lenkt sich ganz anders als ein Auto, ein Moped oder ein Motorrad", warnt man im ÖAMTC Offroad Zentrum in Stotzing. Außerdem ist man schutzlos, da Gurt, Airbag und Knautschzone wegfallen.

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Schon sechs Quadfahrer sind heuer ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr gab es keinen einzigen tödlichen Unfall mit den dick bereiften Fahrzeugen. Deren Risiko werde unterschätzt, warnte der ÖAMTC am Mittwoch.
"Doch dieses Gefährt fährt sich ganz anders als ein Auto, ein Moped oder ein Motorrad", sagte Christian Karlberger, Leiter des ÖAMTC Offroad Zentrums in Stotzing. Außerdem ist man schutzlos, da Gurt, Airbag und Knautschzone wegfallen. Helm und Schutzausrüstung sind daher wichtig. Quadfahrer sollten überdies ein Fahrtechniktraining absolvieren, empfiehlt der Club. Man brauche "Fahrtechnik und Körperkraft", weiß Offroad-Staatsmeister Karlberger.
Die meisten der seit Jahresbeginn registrierten Quadunfälle ereigneten sich tagsüber, vorwiegend handelte es sich um Alleinunfälle, häufig kamen die Lenker von der Straße ab. "Das ist ein Indiz für ein gewisses Risikoverhalten wie beispielsweise eine nicht angepasste Tempowahl oder falsche Einschätzung der Fliehkräfte in der Kurve", sagte ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.
Bei drei der sechs tödlichen Unfälle habe erhöhte Geschwindigkeit eine Rolle gespielt. In zwei Fällen wurde kein Helm getragen. Alle Opfer waren Männer.
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Wer darf?
In Österreich unterscheidet man zwischen Quads mit bis zu 50 Kubikzentimeter Hubraum, die ab 15 Jahren mit einem Mopedausweis mit dem Zusatz mehrspuriges Fahrzeug gefahren werden dürfen, und größeren Gefährten, für die ein Pkw-Führerschein benötigt wird. Besitzt jemand einen B-Schein, ist er auch berechtigt, ein Quad zu fahren.













