Kfz-Diebstähle um mehr als die Hälfte zurückgegangen
Nach einem starken Anstieg 2009 ist die Zahl der Kfz-Diebstähle in Österreich in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres um 51,9 Prozent gesunken. Die Schwerpunktarbeit sei der Grund dafür.

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Das verkündete Innenministerin Fekter anlässlich des einjährigen Bestehens der Soko Kfz. 2009 wurden von Jänner bis September 3.982 Pkw und Kombis gestohlen, heuer waren es im gleichen Zeitraum 1.915.
Von der Soko Kfz, die sich aus einem Kernteam von acht Leuten formiert, wurden 122 mutmaßliche Täter ausgeforscht, 47 davon festgenommen. Insgesamt gelang es, Fahrzeuge im Wert von 3,3 Millionen Euro sicherzustellen. Die Schwierigkeit im Kampf gegen Autodiebe sei, dass man "beim Kfz-Diebstahl keinen Tatort hat, an dem man Spuren sichern kann. Der Tatort ist mobil", sagte Oberst Rainer Erhart, Leiter der Soko Kfz.
Der Großteil der von der Soko Kfz geschnappten Täter stamme aus Ungarn, gefolgt von Polen, Slowenen, Serben und Rumänen. "Die sind am schnellsten über der Grenze", sagte Andreas Kummer, operativer Leiter der Soko. Laut Innenministerin konnte jedes zehnte in Österreich sichergestellte gestohlene Fahrzeug einer ungarischen Tätergruppe zugeordnet werden.
"Die Täter arbeiten hochspezialisiert und arbeitsteilig", berichtete Ernst Geiger, Leiter der Abteilung Ermittlungen, Allgemeine und Organisierte Kriminalität im Bundeskriminalamt. Bei Anhaltungen seien sie sehr gewaltbereit und steigen aufs Gas. Die meisten Diebe und Übersteller seien aber kleine Glieder in der Organisation, betonte er.
Die Rückgänge der Diebstahlszahlen führte Fekter auf die massive Erhöhung des Fahndungsdrucks, die Schwerpunktkontrollen und die intensive regionale und internationale Zusammenarbeit zurück. "Österreich ist nicht mehr erstes Aufmarschgebiet der kriminellen Autobanden", sagte sie. Aufgrund des Erfolges im Osten soll nun auch eine Soko Kfz im Westen des Landes mit Sitz in Oberösterreich gegründet werden.














