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Zuletzt aktualisiert: 27.08.2010 um 21:33 UhrKommentare

Keine Häuslmaut mehr auf Österreichs Autobahnen

Die Häuslmaut auf der Autobahn ist bald Geschichte, auch "Spenden" dürfe es nicht mehr geben, sagt die Asfinag. Wer aber sorgt nun für Sicherheit und Sauberkeit in den Toiletten?

Foto © Fotalia / Starpics

Die Häuslmaut - 50 Cent Gebühr für den Zutritt zur Toilette - auf der Raststätte Zöbern an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark (Südautobahn) ließ die Wogen hochgehen. So sehr, dass die Asfinag Donnerstagabend versicherte, den Versuch vorzeitig abzublasen. Ausgerechnet Zöbern.

Dort war "Oldtimer" nämlich im Juni von den Autofahrern zur beliebtesten Raststätte Österreichs gewählt worden. Die Maut für dringende Bedürfnisse wurde an der Shell-Tankstelle auf demselben Areal einkassiert, sie traf jedenfalls nicht den Geschmack der Reisenden: Am Freitag veröffentlichte der Arbö ein Ergebnis seiner Online-Umfrage, wonach 83 Prozent die WC-Gebühr auf Autobahnen ablehnen.

Wann genau die 50 Cent für die Toilette der Vergangenheit angehören, konnte Klaudia Niedermühlbichler, Sprecherin der Asfinag, noch nicht sagen. Umgehend, laute das Ziel. Der Versuch war ursprünglich für eineinhalb Jahre geplant.

Keine Häuslmaut mehr

Nach den jüngsten Erfahrungen steht fest: Häuslmaut wird es keine mehr geben. Auch keine freiwilligen Spenden an dubiose Ostfirmen, die im Gegenzug die Reinigung übernahmen und die "Spenden" aber mitunter mit physischem Druck kassierten.

"Der Zugang zu den Toiletten muss sicher und sauber sein", sagt Niedermühlbichler. Auf den 23 Rastplätzen, welche die Autobahnengesellschaft selbst betreibt und deren Zahl bis 2016 auf 85 anwachsen werde, sind Firmen mit der Reinigung beauftragt, die Asfinag kontrolliert das.

Wer aber garantiert nun die Sauberkeit und Sicherheit auf den österreichweit 90 von Pächtern betriebenen Raststätten, wenn weder die Häuslmaut noch das Modell der "freiwilligen Spenden" erwünscht sind?

"Dafür sind grundsätzlich die Pächter verantwortlich", erklärt Niedermühlbichler. "In den Verträgen zwischen den Pächtern und der Asfinag ist festgehalten, dass die Benützung der Toiletten kostenlos sein muss. Zöbern war nur eine Ausnahme."

HANNES GAISCH

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