Ein bisschen Retro darfs sein
Einige Automobilhersteller wühlen wieder einmal kräftig in der Nostalgie-Kiste.

Foto © Ford
Die Vergangenheit zu beschwören, ist nicht unehrenhaft. Vor allem dann nicht, wenn sie glorreich und gespickt von Bestsellern und Kassenschlagern war. Dass es sich auszahlt, verblichene Klassiker oder gar Marken zu reanimieren, hat das Beispiel Mini gezeigt. Volkswagen hat mit dem Beetle den Käfer neu aufgeladen, Ford ist in den USA mit der Neuauflage des Mustangs ein fulminantes Comeback geglückt, während Alfa gerade mit der Giulietta einem ruhmreichen Namen Ehre macht.
Auf der Suche nach Charakterdarstellern wühlen jetzt erneut einige Hersteller tief in der Nostalgie-Kiste und tüfteln an der Reaktivierung so mancher Klassiker. So denkt man beispielsweise bei Opel in Rüsselsheim laut über eine Neuinterpretation des legendären Mantas nach, der in den Siebziger Jahren bei der Jugend Kultstatus genoss. Diskutiert wird auch ein neuer GT, während Opel-Boss Nick Reilly gerne einen modernen Nachfolger der Oberklasse-Limousine Omega sehen würde.
Bei Ford soll es nun endlich mit dem Comeback des ehemaligen Volkssportlers Capri klappen. Seit Jahren von Händlern und Fans gefordert, könnte der neue Ford-Europa-Chef Stephen Odell die Ampel endgültig auf Grün schalten. Möglicher Starttermin: 2012. Dann wird übrigens auch der neue Mustang in Europa angeboten.
Bei Audi ist dagegen die Rückkehr des A2 beschlossene Sache. Er soll als neuer Öko-Star spätestens 2013 auf die Straße kommen. Interessant: Der frühere Ladenhüter, der offensichtlich seiner Zeit voraus war, ist heute Kult und als Gebrauchtwagen hoch im Kurs.
Bei Renault soll die Neuauflage der Alpine für Emotionen und Image sorgen (2012) und weil wir schon bei Sportwagen sind: Es gibt einen neuen Stratos - wenngleich ein privater Investor aus Bayern dahinter steckt. Was nicht ausschließt, dass Lancia selbst die Rallye-Ikone aufleben lässt.














