"James, Sie haben heute frei"
Unterwegs im Jaguar XJ: Diese Katze lässt den Fahrer schnurren.

Foto © Jaguar
Was wurde nicht alles geredet? "Das ist kein echter Jaguar". Oder: "So hat ein Jaguar noch nie ausgesehen". Das mag schon sein, aber nach über 40 Jahren Linientreue muss man selbst im traditionsbewussten England nach vorne blicken.
Und das möchte man auch den Fußgängern sagen, die vor lauter Schauen über Gehsteigkanten stolpern, wenn man vorbeifährt. Fest steht: Die neue Großkatze ist ein Kopfverdreher. Im Salon werden Leder und Holz modern interpretiert, von einem Silberrad aus kommandiert man die Gänge, die Lüftungsdüsen sind so perfekt, dass man sie ausbauen und als Skulptur in der Wohnung aufstellen möchte.
Da steckt ziemlich viel Jaguar im Jaguar. Das fremdelt: Tacho und Co werden auf einem Display simuliert - wenn Uhren nicht mehr zeitgemäß sind, dann bin ich halt von gestern. Beim Fahren scheint das Flaggschiff - hier mit langem Radstand - um einen herum zu schrumpfen, so handlich, präzise und straff lässt es sich dirigieren.
Und dazu der Kraftprotz von 5-Liter-V8 unter der Haube: ein Löwenherz. Hinten wie vorne sitzt man komfortabel wie im Sessel im Gentlemen's Club, in dem der Trend zum Selberfahren einsetzen wird: "James, Sie haben heute frei".
Features
Fotoserie
Jaguar XJ
5.0 V8, 385 PS, 11,4 l/100 km, 264 g CO2/km; 5247/1877/1448 mm L/B/H, 520 l Laderaum.














