Österreich bleibt von Kündigungswelle verschont
Opel Österreich mit dem GM-Motoren- und Getriebewerk im Wien-Aspern bleibt von der europaweiten Kündigungswelle des Autokonzerns verschont. US-Mutter General Motors will in Ländern mit Opel-Standorten rund 2,7 Mrd. Euro einsammeln.

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Insgesamt fallen 8.300 Jobs in Europa weg, in Wien sind 1.850 Opelaner tätig und das soll auch so bleiben, hieß es in Wien auf APA-Anfrage. Ebenfalls verschont bleiben die Werke in Ellesmere Port (Großbritannien), Gleiwitz (Polen) und Szentgotthard (Ungarn).
Ganz bleibt Österreich aber von den wirtschaftlichen Turbulenzen der Opel-Mutter General Motors aber nicht unberührt. Der Konzern will staatliche Haftungen von den Ländern, in denen Opel über Produktionsstandorte verfügt. Für wieviel der österreichische Steuerzahler haften soll, ist noch offen, noch wurde kein Antrag gestellt, teilte Opel mit. Die Staatshilfe soll sich nach dem Anteil des jeweiligen Landes am Gesamtkonzern richten, hieß es dazu.
Will die Opel-Mutter GM staatliche Haftungen, dann muss sie diese nach dem "Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz" (ULSG) beantragen, hieß es dazu bisher aus dem Wirtschaftsministerium. Dabei stehen maximal 300 Mio. Euro pro Unternehmen an Haftungsrahmen für höchstens fünf Jahre Laufzeit zur Verfügung.
Kündigungen in Deutschland und Belgien
Von den geplanten Stellenstreichungen in Deutschland ist am stärksten das Werk in Bochum betroffen, in dem 1.799 Jobs wegfallen sollen, wie aus dem Sanierungsplan von Opel hervorgeht. Am Stammsitz Rüsselsheim sollen den Angaben zufolge 862 Stellen gestrichen werden, in Kaiserslautern und Eisenach jeweils 300. Zudem will Opel 650 Stellen in der Verwaltung streichen.
Opel bekräftigte auch die Absicht, das Werk im belgischen Antwerpen zu schließen. Dies führe zum Verlust von 2.377 Stellen. Zahlreiche Stellen fallen dem Plan zufolge auch im Werk im spanischen Saragossa weg, wo 900 Arbeitsplätze gestrichen werden. Von dem geplanten Abbau von europaweit 8.300 Stellen entfielen 7.000 auf die Produktion und 1.300 auf die Verwaltung. Opel kündigte an, seine Produktionskapazitäten insgesamt um ein Fünftel herunterfahren zu wollen.
Sanierungsplan
Deutschland soll sich mit 1,5 Mrd. Euro an der Sanierung des angeschlagenen Autobauers Opel beteiligen. Wie diese Summe zwischen Bund und Ländern aufgeteilt wird, sei Sache der Politik.
Den Betrag sollen je zur Hälfte Bund und Länder zahlen, hieß es vonseiten der beteiligten Opel-Bundesländer Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Dem Antrag zufolge will GM für Opel Hilfen aus dem "Deutschlandfonds" bekommen, den die Berliner Regierung in der Krise für notleidende Unternehmen aufgelegt hatte.
















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