Asfinag kontrollierte Vignetten schon am ersten Tag
Seit Montag müssen die neuen Vignetten auf der Windschutzscheibe picken. Ob die Asfinag den Autofahrern wohl gleich am ersten Tag aufgelauert hat? - Aber klar doch!

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"Wir haben nicht schnell kontrolliert", protestiert Ingrid Partl, Asfinag-Referentin für Mautfragen. "Wir sind nur unserem gesetzlichen Auftrag nachgekommen."
Und zwar Österreich-weit, so auch in Arnoldstein. In zwei Stunden tappten fünf Vignetten-Sünder in die Asfinag-Falle und mussten 120 Euro zahlen. "Nein, keine Strafe, sondern eine Ersatzmaut von 120 Euro", muss Partl selbst lachen. Mit der darf man dann bis Mitternacht des nächsten Tages auf Autobahnen und Schnellstraßen unterwegs sein.
"Solche Aktionen machen wir tagtäglich, meistens in Acht-Stunden-Schichten", so Partl. 98 Prozent der Lenker sind legal unterwegs und die zwei Prozent ohne Vignette sind auch nicht Schuld. Das belegt die Ausreden-Parade. "Ich habe die Vignette zu Weihnachten bekommen und zuhause vergessen." "Ich habe übersehen, dass schon der 1. Feber ist." "Das Pickerl hat meine Frau in der Handtasche." "Ich wollte gar nicht auf die Autobahn, aber das Navigationsgerät hat mich her gelenkt."
Schuld sind also das Navi, die Ehefrau, der Kalender und das Christkind, aber Pardon wird nicht gegeben. "Im Bundesstraßenmautgesetz ist keine Kulanz vorgesehen", hält Partl fest.
106.000 Vignettendelikte wurden 2009 geahndet. Klingt viel, sind es aber nicht bei 21,6 Millionen verkaufter Vignetten, so Partl. Trotzdem braucht niemand neidisch zu werden. Von den fünf Mautsündern in Arnoldstein kassierte die Asfinag 600 Euro. 120 gehen direkt als Mehrwertsteuer an den Staat. Der will ja auch was davon haben.













