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Zuletzt aktualisiert: 19.01.2010 um 13:12 UhrKommentare

"GIP.at" soll neues Verkehrsservice bringen

Kärnten geht neue Wege im Verkehrsdatenmanagement. Die Abteilung 7 des Landes erarbeitet ein einheitliches System zur Erfassung und Verarbeitung von Verkehrsdaten.

Die Verkehrsinformation und das Verkehrsdatenmanagement sollen künftig effizienter werden. Aus diesem Grund arbeitet die Abteilung 7 des Landes Kärnten (Wirtschaftsrecht- und Infrastruktur) seit einem Jahr am Projekt "GIP.at" (Graphen- Integrationsplattform). Es soll die Grundlage für eine Reihe von neuen Verkehrsservices wie Unfalldatenmanagement, Baustellen- oder Haltestelleninformation bieten, so Straßenbau- und Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler am Dienstag.

Digitale Karte

Gemeinsam mit den anderen Bundesländern, dem Verkehrsministerium, der Asfinag und den ÖBB wolle man damit über Verwaltungs- und Landesgrenzen hinaus kooperieren. Das Projekt wird vom Klima- und Energiefonds mitfinanziert, da es nach dessen Umsetzung ein europaweit einzigartiges Vorzeigemodell der Verkehrsdatenverwaltung und -bereitstellung für Informationszwecke sein soll, erklärte Dörfler. Kern des Systems ist ein Verkehrsgraph, eine digitale Karte, die das gesamte Verkehrsnetz inklusive aller Zusatzinformationen (Verkehrszeichen, Bodenmarkierungen, Adressen, Baustellen) abbildet. Mit dem Projekt werden die bisher unterschiedlichen Systeme durch ein einheitliches System ersetzt. dadurch entfallen Schnittstellen und die Datenverwaltung wird einfacher und effizienter. GIP.at soll künftig außerdem für einheitliche, aktuelle und zuverlässige digitale Verwaltungsabläufe im Rahmen der einzelnen E-Government-Projekte sorgen.

Mit GIP.at soll die Bevölkerung auch Zugang zu Verkehrsinformationen für Straße, Schiene und Radwege erhalten. Andererseits können Behördenverfahren damit wesentlich schneller und effizienter durchgeführt werden. Durch die Integration von Verkehrsinformationen verschiedener Verkehrsträger werde auch für die Verkehrsorganisation und Planung eine wichtige Grundlage geschaffen. Die Planungsqualität soll dadurch erhöht und der Verkehrsablauf positiv beeinflusst werden, heißt es.


GIP.at

Ziel des Projekts GIP - Kärnten ist der Aufbau eines einheitlichen räumlichen Referenzsystems und Datenmodells für alle Verkehrs- und Wegenetze in Kärnten. Das Referenzsystem soll als Grundlage für zukunftsweisende Anwendungen der Verkehrsinformation, des Verkehrsmanagements und der Verkehrssteuerung sowie für neue und einheitliche elektronische Verwaltungsabläufe im Verkehr (E-Government) dienen.

(Quelle: www.ktn.gv.at)

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