So wenige Verkehrstote wie nie zuvor
630 Menschen starben 2009 auf den Straßen. Im EU-Vergleich sinkt die Zahl der Unfalltoten aber langsam.

Foto © AP90 Personen starben bei Verkehrsunfällen in der Steiermark, 40 in Kärnten
Es sind trotz aller Tragik positive Zahlen: Auch für 2009 weist die Verkehrsunfallstatistik wieder einen Rückgang auf. Wie das Innenministerium am Neujahrstag bekannt gab, beträgt dieser 7,2 Prozent. Damit starben nach den vorläufigen Zahlen um 49 Menschen weniger als noch im Jahr 2008. Dennoch kamen auf Österreichs Straßen im vergangenen Jahr 630 Menschen bei 573 Unfällen ums Leben.
Dies ist die bisher geringste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Innenministerium im Jahr 1950. Gegenüber 1972, dem schwärzesten Jahr in der Statistik, bedeutet das Ergebnis nicht einmal ein Viertel der damaligen Zahl an Todesopfern - obwohl sich der Fahrzeugbestand seither mehr als verdoppelt hat.
Noch vor zehn Jahren starben auf Österreichs Straßen mehr als 1000 Menschen. Der Rückgang seit damals beträgt 41,6 Prozent. Im EU-Vergleich sinkt die Zahl der Verkehrstoten allerdings deutlich langsamer als in vielen anderen Ländern. Noch schlechter schneiden nur Länder wie Tschechien, Griechenland, Ungarn oder Polen ab.
Getötete Kinder
Die meisten Menschen starben im Vorjahr auf Niederösterreichs Straßen (188 Tote), in der Steiermark waren es 90, in Kärnten 40 und in Wien 31. Bei den tödlichen Verkehrsunfällen starben 328 Pkw-Insassen, 88 Motorradfahrer, 39 Radfahrer und 103 Fußgänger. Als Hauptunfallursachen führt das Innenministerium nicht angepasste Geschwindigkeit, Vorrangverletzung und Unachtsamkeit beziehungsweise Ablenkung an. Alkoholisierung als Ursache kam im Vergleich zu 2008 weniger häufig vor.
Die Zahl der getöteten Kinder unter 14 Jahren nahm hingegen zu. 15 Buben und Mädchen (2008 waren es 12) kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die meisten von ihnen (6) waren Pkw-Insassen, obwohl alle mittels Kindersitz gesichert waren.













