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Zuletzt aktualisiert: 10.12.2009 um 17:31 UhrKommentare

Der Skoda Superb Kombi im Test

Skoda bringt den dritten Kombi seiner Modellpalette auf den Weg: Nach Fabia und Octavia gibt es ab Ende Jänner auch den Superb mit großer Klappe.

Foto ©

Haben die beiden ersten Modelle vor allem Kleinfamilien und Preisfüchse angesprochen, zielt die tschechische VW-Tochter diesmal auf Aufsteiger und Außendienstler, die neben Platz auch ein wenig Luxus suchen. Deshalb setzt Skoda beim Superb auf eine ausgesprochen gründliche Verarbeitung und liebevolle Materialauswahl: Hinter dem Lenkrad fühlt man sich auf Anhieb wohl, jeder Schalter und Hebel liegt gut zur Hand. Wo man den Wagen anfasst, fühlt er sich gut an. Nur an Details wie den Kunststoffbezügen auf den Konsolen merkt man noch einen Unterschied zu den viele Tausend Euro teureren Modellen der Nobelhersteller.

Ausstattungsdetails aus der Oberklasse

Gleichgezogen hat Skoda zum Teil auch bei der Ausstattung: Die üblichen Airbags und Assistenzsysteme sind Standard, Extras wie Navigation oder Lederpolster längst etabliert. Nun sind sogar noch ein schlüsselloses Zugangssystem sowie ein großes Panoramadach verfügbar. Das schafft vor allem im Fond ganz neue Perspektiven und stützt das angenehme Raumgefühl, das auch vom großen Radstand und der üppigen Kniefreiheit lebt. Taugt der Rücksitz sonst oft nur als Strafbank, sitzen hier die Hinterbänkler wie in der ersten Reihe.

Doch ungeschlagen ist der Kombi vor allem beim Transport von Kisten und Koffern. Weil der Superb schon als Limousine stattliche 4,84 Meter misst, mussten die Tschechen den Wagen gar nicht mehr strecken, um einen rekordverdächtigen Laderaum zu schaffen: 633 Liter schluckt er schon bei aufrechter Rückbank. Und wenn die beiden asymmetrischen Hälften flach liegen, gehen bis zu 1865 Liter hinein. Viel mehr bietet in dieser Klasse keiner.

Dabei macht Skoda Kofferträgern die Arbeit leicht: Die Ladekante ist niedrig, die Klappe groß und breit, und der Boden ist eben. Die Laderaumabdeckung schnurrt schon beim bloßen Antippen zurück und in den optionalen Schienen gleiten variable Befestigungssysteme, die bei der Ladungssicherung helfen. Wer beim Einladen die Hände voll hat, kann die Klappe auf Knopfdruck sogar elektrisch auf- und zugleiten lassen. Der buchstäblich hellste Einfall der Entwickler ist allerdings die kleine Leuchte in der Seitenwand, die man auch herausnehmen und als Taschenlampe benutzen kann.

Drei Benziner, zwei Diesel

In Fahrt bringen den Kombi drei Benziner und zwei Diesel, die die gesamte Bandbreite zwischen Vernunft und Vergnügen abdecken. So leistet der nur 1,4 Liter große Turbo-Direkteinspritzer in der Basisversion 92 kW/125 PS und der V6-Benziner im Top-Modell 191 kW/260 PS. Dazwischen gibt es noch einen 1,8-Liter mit 118 kW/160 PS sowie zwei Diesel, die aus zwei Litern Hubraum 103 kW/140 PS oder 125 kW/170 PS holen. Der V6 wird serienmäßig angeboten, die jeweils stärksten anderen Motoren gibt es auf Wunsch mit Allradantrieb. Auch die Doppelkupplungsautomatik DSG ist für einige Varianten verfügbar.

Auf der Straße gibt der Superb den Langstreckenläufer. Er ist komfortabel gefedert und präzise, aber nicht sonderlich stramm gelenkt. Für die Grundversorgung reicht dabei schon der kleine Diesel, der immerhin 320 Nm bereitstellt, 205 km/h erreicht und sehr kultiviert läuft. Wer seinen Wagen allerdings manchmal auch vollpackt oder auf einer kurvigen Landstraße etwas Spaß haben will, sollte einen stärkeren Motor nehmen, damit die Fahrt nicht zur Geduldsprobe wird - zumal der kräftigere Diesel mit 5,9 zu 6,1 Litern obendrein weniger verbraucht.


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