Wackelbrücke schlägt Wellen bis ins Gericht
Wegen der als "Wackelbrücke" österreichweit bekannten Altersbergbrücke verklagt die Asfinag den Planer und einen Statiker. Die Autobahnbetreiberin macht neun Millionen Euro für die Brückenschäden geltend.

Foto © APA/EggenbergerViele Arbeiten waren an der Altersbergbrücke nötig
Richter Klaus Vogel hat das zweifelhafte Vergnügen, neu in den Schadenersatzprozess einzusteigen, den die Autobahnbetreiberin Asfinag gegen den Planer der Wackelbrücke angestrengt hat. Vor ihm: Asfinag-Anwältin und Landesvertreter auf der einen Bank, ihnen oppositionell gegenüber: der beklagte Planer mit Anwalt und ein Statiker mit Anwalt, den die Asfinag gesondert verklagt hat.
Es geht um viel Geld, im Landesgericht und schon viele Monate vorher. Der Planer soll für den welligen Asphalt verantwortlich sein. Insgesamt neun Millionen Euro macht die Asfinag für Brückenschäden geltend. "Das behaupten Bauunternehmen", sagt der Planer-Anwalt, "wir hätten ihnen das für zwei Millionen repariert." Die Asfinag will "nur" das Geld aus den Versicherungen des Beklagten, um ihn nicht zu ruinieren. Dessen Anwalt: "Vorher müssen wir wissen, wie viel Schadenersatz Sie von anderen bekommen haben. Der Strabag zum Beispiel." Das will die Asfinag-Anwältin nicht sagen: "Mit der haben wir uns verglichen. Details sind geheim." "Sie sind unersättlich!", hält ihr der Planer-Anwalt später entgegegen und meint die Asfinag. "Das nehmen Sie zurück", schimpft die Angesprochene. So vergehen fast zwei Stunden.
Richter Vogel staunt über die "verhärteten Parteien" - und gibt ihnen ein paar Wochen, um in Ruhe zu reden.













