Oktober gefährlichster Monat für Nebelunfälle
Nicht angepasste Geschwindigkeit und zu wenig Abstand zum Vordermann häufigste Unfallursache, zeigen Statistiken auf.

Foto © APAAutofahrern sei besonders Vorsicht ans Herz gelegt
Am häufigsten kracht es bei Nebelwetter laut Statistik im Oktober, berichtete der ÖAMTC. Die meisten Unfälle passieren im Richtungsverkehr "durch Auffahren oder Abkommen von der Straße", sagte Marion Seidenberger, Verkehrspsychologin des Clubs. Im Nebel besonders häufig unterschätzt wird die Geschwindigkeit und der Abstand zum Vordermann.
Zahlen für den Oktober
Ein Viertel aller Nebelunfälle ereigneten sich im Vorjahr im Oktober (92), gefolgt von Jänner (75 Unfälle), November (71), Dezember (54) und Februar (18). Am stärksten betroffen sind die Bundesländer Oberösterreich (100 Unfälle), gefolgt von Niederösterreich (97), Steiermark (55), Kärnten (34), Burgenland und Kärnten mit jeweils 15 Unfällen, Wien (13), Vorarlberg (7) und Tirol (8).
Das Hauptproblem beim Fahren im Nebel ist, dass man meist schneller fährt als man tatsächlich sieht, sagte Gerhard Blümel, Fahrtechnikexperte des ÖAMTC. "Aus Unsicherheit orientieren sich viele Autofahrer bei dichtem Nebel zu sehr an den Rücklichtern des Vordermanns und 'hängen sich an'. Dabei unterschreiten sie oft den erforderlichen Abstand", weiß Blümel.
Mit Hilfe der Sekunden-Methode kann man Entfernungen besser einschätzen und Abstände überprüfen. "Meter kann man nur schwer schätzen, Sekunden hingegen schon", sagte Blümel. Bei Nebel gilt: "Die maximale Sichtweite ausloten, einen Fixpunkt anvisieren und bis dorthin zählen. Wenn ich 90 km/h fahre und vier Sekunden bis zum Fixpunkt brauche, dann passt es". Vorausgesetzt, die Fahrbahn ist trocken.
Enorme Bremswege
Grundsätzlich gilt: Bei trockener Fahrbahn beträgt der Bremsweg bei einer Geschwindigkeit zwischen 30 und 60 km/h 54 Meter (drei Sekunden), bis 90 km/h ist der Anhalteweg 108 Meter lang, was vier Sekunden entspricht. Kommt Nässe dazu, ist der Bremsweg doppelt so lang, man fährt um ein Drittel langsamer, daher wird die Durchfahrzeit des Anhalteweges um eine Sekunde länger, bei Schnee wird diese doppelt so lang, bei Eis beträgt sie ein Vierfaches.
Weitere Tipps der Verkehrsexperten: Runter vom Gas, Abblendlicht einschalten und Abstand halten. Besondere Vorsicht ist beim Links-Abbiegen gegeben, Überholvorgänge sollte man im Nebel unterlassen.
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2008 haben sich auf Österreichs Straßen 344 Nebelunfälle ereignet. Dabei wurden 437 Menschen verletzt und sieben getötet













