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Zuletzt aktualisiert: 06.09.2009 um 18:47 UhrKommentare

Experte: Opel hat mit GM keine Zukunft

Die Zukunft des deutschen Autobauers Opel ist aus Expertensicht im Falle eines Verbleibs beim früheren US-Mutterkonzern massiv gefährdet.

Opel-Mitarbeiter sorgen sich um ihre Zukunft

Foto © APAOpel-Mitarbeiter sorgen sich um ihre Zukunft

Alle Anzeichen sprächen dafür, dass Opel dann entweder eine Insolvenz und schnelle Werksschließungen drohen oder "das langsame Sterben der Marke und der Standorte weitergeht", schreibt der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen in einer aktuellen Analyse.

Die Insolvenz habe GM auf der Kostenseite entlastet, die Marktschwäche sei aber noch gewachsen. Deutlich risikoloser für Opel und GM wäre demnach der Verkauf des deutschen Autobauers an den österreichisch-kanadischen Bieter Magna.

Angst vor fremder Beteiligung

Mit einem Verkauf an den Autozulieferkonzern Magna würden sich die Tore zum russischen Markt weit öffnen - für Opel und GM, urteilte Dudenhöffer. Denn auch nach dem Magna-Konzept mit der russischen Sberbank und dem Autobauer GAZ bliebe GM mit 35 Prozent beteiligt. "GM fährt besser, wenn es sich auf den wichtigen Heimatmarkt USA und den Zukunftsmarkt China konzentriert und die Finger von einem Europa-Abenteuer lässt", schreibt der Experte.

Denn auch nach dem Ende des Insolvenzverfahrens sei GM "ein sehr schwaches Unternehmen". Der GM-Marktanteil auf dem wichtigen Heimatmarkt sei seit dem Jahr 1990 von 35,2 Prozent auf 19,5 Prozent eingebrochen. Schon 2010 wird GM der Untersuchung zufolge mit einem Anteil von dann weniger als 18 Prozent seine Marktführerschaft in den USA an den weltgrößten Autobauer Toyota verlieren. Es fehle den Amerikanern an neuen, innovativen Autos und der Vertrieb sei nach der Kündigung für mehr als 2400 Händler geschwächt.

Als gescheitert bezeichnete Dudenhöffer das Zukunftsprojekt der Versteigerung von Neuwagen über die Internet-Plattform Ebay. In der ersten Septemberwoche seien "lächerliche 50 GM-Fahrzeuge" über die Plattform verkauft worden, schrieb der Experte. In der gleichen Zeit seien in den USA insgesamt 200.000 Autos verkauft worden.


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