Bilanz 2009: Mehr Verkehr, häufiger Stau als 2008
Die Bilanz des Sommerreiseverkehrs fällt laut ÖAMTC eher negativ aus. Das Verkehrsaufkommen an den Ferienwochenenden war heuer nämlich stärker als in den vergangenen zwei Jahren.

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Wirtschaftskrise und hohe Energiepreise hatten auf die Urlaubslust der Deutschen und Österreicher offensichtlich keine oder nur kaum Auswirkungen, so der Club am Sonntag.
Insgesamt wurden an den Samstagen und Sonntagen ab Ferienbeginn bis -ende in Ostösterreich rund 550 Staus mit einer Mindestlänge von 1,5 Kilometern gemeldet. Knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr. "Allein die Dichte an Staus an den einzelnen Wochenenden zeigt, dass der Trend zum Urlaub mit dem Auto heuer intensiver ausgeprägt war als im Vorjahr", meinte Verkehrsexperte Christian Dachs. So gab es in den Sommerferien 2008 insgesamt drei Wochenenden mit mehr als 60 Staus, heuer waren es drei Wochenenden, an denen sogar über 70 Verzögerungen auf Hauptreiserouten registriert wurden.
Zeitlich flexibler
Ein Trend ist allerdings deutlich zu erkennen. Viele Urlaubsreisende werden zeitlich flexibler. Nach wie vor sind die Samstage die staureichsten Reisetage im Sommer, es gab heuer auch an den Freitagen und speziell Sonntagen häufiger Verzögerungen auf den Transitrouten als in den vergangenen Jahren.
Die am stärksten belastete Strecke war auch in diesem Jahr die Tauern Autobahn (A10). "13 Prozent aller Staus im Reiseverkehr konzentrierten sich auf diese wichtige Achse Richtung Adria", so Dachs, "gefolgt von West Autobahn (A1) mit acht Prozent und der Fernpass-Strecke (B179) mit sieben Prozent."
Der längste Stau wurde vor dem Tauern Tunnel Richtung Süden mit einer Länge von knapp 35 Kilometern gemessen - das hat fast schon Tradition. 2008 lag der Rekord bei 40 Kilometern. Relativ wenig Effekt zeigte die im Frühjahr eröffnete zweite Röhre des Katschberg Tunnels. Dazu Dachs: "Im Rückreiseverkehr wurde weniger Stau vor dem Katschberg durch mehr vor dem Tauern Tunnel kompensiert." Verbesserungen wird es laut ÖAMTC erst im Sommer 2010 geben, wenn der Tauern Tunnel während der Ferienzeit zweiröhrig befahrbar sein wird, ehe die Sanierung der alten Röhre startet.
Übrigens: Wer glaubt, der Großteil der Staus entstehe durch bauliche Engstellen, der irrt gewaltig. "Durchschnittlich mehr als 50 Prozent aller Behinderungen im Reiseverkehr entstehen durch Auffahrunfälle", erklärt Dachs. Heuer betrug der Anteil laut ÖAMTC-Auswertung 54 Prozent, 2008 waren es 52 Prozent. Bedingt durch das stärkere Verkehrsaufkommen stieg allerdings der Prozentsatz an Staus durch Überlastung deutlich von 17 auf 25.













