Opel-Betriebsrat: Bei Rückkehr zu GM kein Lohnverzicht
Der Opel-Gesamtbetriebsrat hat damit gedroht, einen Lohnverzicht der Belegschaft zu blockieren, sollte der deutsche Autobauer wieder unter das Dach des US-Konzerns General Motors zurückkehren.

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"Wir sind bereit, Arbeitnehmerbeiträge zu leisten, aber nicht wenn wir zu 100 Prozent zurück an GM gehen", sagte Franz am Donnerstag in Rüsselsheim. Der deutsche Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) forderte eine Investorenlösung für Opel und sprach sich für den kanadischen Zulieferer Magna als künftigen Eigner aus.
Scholz und der Gesamtbetriebsrat nahmen damit Bezug auf einen Bericht des "Wall Street Journal". Darin hatte es geheißen, GM wolle Opel nun doch nicht verkaufen, sondern eine Milliarde Dollar in das Unternehmen investieren. Franz sprach von einer "Milchmädchenrechnung, die Verwirrung stiften soll". Um Opel zukunftsfähig aufzustellen, seien in den kommenden Jahren Investitionen von rund sechs Mrd. Euro notwendig.
Scholz mahnte die Führung von General Motors zu einer baldigen Weichenstellung zur Zukunft von Opel: "Wir wollen eine Entscheidung. Wir wollen sie jetzt schnell." Die Bundesregierung stehe nach wie vor hinter dem Magna-Konzept, das allein Opel eine langfristige Perspektive biete. Niemand solle vergessen, dass die Bundesregierung einen Beitrag geleistet habe, um Opel zu retten. Daher erwarte der Bund nun auch, dass die deutsche Meinung gehört werde.
Auch Franz sagte, dass Opel noch existiere, habe das Unternehmen der Bundesregierung zu verdanken und dem Ende Mai abgeschlossenen Vorvertrag zwischen General Motors und Magna. Scholz sagte, es sei gut und richtig gewesen, dass die deutsche Politik eine Insolvenz von Opel verhindert habe: "Nun muss der Schlussstein gesetzt werden".
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Der Betriebsrat hatte in einer Vereinbarung mit der Opel-Führung zunächst auf die in diesem Jahr fällige Tariferhöhung von 1,2 Prozent sowie auf das Urlaubsgeld verzichtet. So sollte das angeschlagene Unternehmen vorerst gestützt werden. Die Vereinbarung zum Urlaubsgeld wurde vom Betriebsrat inzwischen gekündigt, um Druck auf GM auszuüben.













