Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
09. Februar 2010 22:02 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 235683 Mitglieder | 290 online
Österreich bleibt von Kündigungswelle verschont Asfinag kontrollierte Vignetten schon am ersten Tag Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Auto & Motor Nächster Artikel Österreich bleibt von Kündigungswelle verschont Asfinag kontrollierte Vignetten schon am ersten Tag
Zuletzt aktualisiert: 24.07.2009 um 11:18 UhrKommentare

50 Millionen Euro trösten Wiedeking

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat die Schlacht gegen VW verloren und bekommt dafür ein 50-Millionen-Euro-Salär. An die Spitze der absoluten Topverdiener katapultiert ihn diese Summe aber noch lange nicht.

50 Millionen Euro sollten ihn trösten...

Foto © AP50 Millionen Euro sollten ihn trösten...

Nicht nur am Grab wird bisweilen gelogen, dass sich die Balken biegen. Auch bei anderen Abschieden nimmt man es mit der Wahrheit oft nicht so genau. Wie am Donnerstag. Nach dem Aus für Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff dazu aufgerufen, "nach vorne zu schauen".

Wiedeking habe bei dem Versuch, Volkswagen zu übernehmen, "die richtige industrielle Logik erkannt", erklärte Wulff, insofern könne er sich auch als Vater des künftigen integrierten Automobilkonzerns von Porsche und VW sehen. Das ist eine sehr "elastische" Auslegung der milliardenschweren Schlacht, mit der Wiedeking exakt das Gegenteil erreichen wollte. Wiedeking wollte VW unter Porsche ansiedeln, jetzt wird die Sportwagenschmiede neben Seat, Audi, Bugatti etc. die Nummer 10 unter dem Dach von Volkswagen.

Fürstliches Salär

Es wird für Wiedeking trotz allem ein Abschied mit Ehren - und äußerst wohlgefüllter Brieftasche. Neben den versöhnlichen Worten bekommt der passionierte Zigarrenraucher noch 50 Millionen Euro mit auf den Weg, von denen er die Hälfte einer sozialen Stiftung zukommen lassen will. Weitere 1,5 Millionen gibt es, konnte sich Wiedeking einen humorigen Seitenhieb nicht sparen, für "notleidende Journalisten im Alter". Ursprünglich war für Wiedeking mit einer Abfindung zwischen 100 und 250 Millionen Euro spekuliert worden, gestern hat er bei 50 Millionen Euro eingeschlagen. Sein Stellvertreter Holger Härter hat laut Porsche "dem Ausgleich von 12,5 Millionen Euro" zugestimmt.

Die in der deutschen Wirtschaftsgeschichte beispiellose Abfindung von 50 Millionen Euro sorgt hierzulande für ungläubiges Erstaunen, ein Platz im Olymp der Großverdiener ist Wiedeking damit aber nicht sicher.

Dreistellige Millionen-Abfindungspakte

Denn hier machen die USA als Land der unbegrenzten Möglichkeiten dieser Zuschreibung alle Ehre. Dreistellige Millionen-Abfindungspakte, die sich aus Barzahlungen, Aktien-Optionen und Pensionsansprüchen zusammensetzen, sind keine Seltenheit. Sorgen aber immer wieder für harsche Kritik, vor allem dann, wenn es sich um ein unfreiwilliges Ausscheiden handelt. "Eine Belohnung für das Versagen", hieß es etwa von aufgebrachten Aktionären als sich die US-Baumarktkette Home Depot für umgerechnet 147,5 Millionen Euro ihres Vorstandschefs Robert Nardelli entledigte. Nardelli wurde später Chef des mittlerweile insolventen US-Autobauers Chrysler.

Trotz eines massiven Einbruchs des Aktienkurses wurde Hank McKinnell - gleichsam unbeliebt bei Aktionären und Analysten - Anfang 2007 als Chef des Pharmariesen und Viagra-Herstellers Pfizer mit einem Abschiedspaket im Wert von 150 Millionen Euro bedacht. Als "unmoralisch" wurde nicht nur in den USA auch die Abfindung von Stan O'Neal, Boss der Investmentbank Merrill Lynch, eingestuft.

Sein Haus war durch die Subprime-Kreditkrise ins Schleudern geraten, er musste gehen, durfte aber trotzdem mehr als 112 Millionen Euro mit nach Hause nehmen. Mit nicht ganz so üppigen 25 Millionen Euro wurde in dieser Zeit auch Charles Prince von der Spitze der Citigroup entfernt. Die höchste Abfindung aller Zeiten gab es mit umgerechnet rund 250 Millionen Euro für Lee Raymond, der insgesamt zwölf Jahre dem größten Ölkonzern der Welt, Exxon Mobil vorstand.

RAINER STRUNZ, ULRICH DUNST, MANFRED NEUPER

Werbung
Werbung


Foto

Foto © Kleine Zeitung

Bild vergrößernDer Manager vergoldete NasenFoto © Kleine Zeitung

Ferdinand Piëch

Von 1993 bis 2002 war Ferdinand Piëch, Ferdinand Porsches Enkel und Hauptaktionär der Porsche AG (und "geistiger Vater" des legendären Porsche 917 als Leiter der damaligen Rennsport-Abteilung in Weissach), Vorstandsvorsitzender bei VW, heute ist er Aufsichtsratsvor-
sitzender des VW-Konzerns.

KLEINE.tv

Toyota: Rückruf für Hybrid-Autos

Toyota ruft wegen Bremsproblemen Hunderttausende Hybrid-Autos zurück. Be...Noch nicht bewertet

 

Service für Sie

Tests, Tipps und mehr.

Der ÖAMTC testete aktuelle Pneus.

Was mobile Systeme leisten können.

Was zu beachten bleibt.

Der ÖAMTC prüfte 18 Kindersitz-Modelle

 

Testberichte

 


Der Pirelli 2010

Der Pirelli-Kalender 2010

Der Kult-Kalender, inszeniert vom US-Fotokünstler Terry Richardson.

Gebrauchtwagenkauf

© MH - Fotolia.com

Wie Sie mit einem Gebrauchten gut fahren statt "einzufahren" - Experten geben Ihnen die besten Tipps.

 

Opel

Foto: AP

General Motors ließ den Verkauf an Magna in letzter Minute platzen. Wie es nun weitergeht.

Billig tanken

Foto: AP
 

Bike-Spezial

Foto: Harley Davidson
 

GTI-Treffen 2009

Foto: Daniel Raunig
 

Newsletter

Nachrichten aus der Motor-Welt dazu Fotoserien und Videos von den allerneuesten Modellen.

 

Verkehrsmeldungen

Foto: ÖAMTC
 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang