So macht die Polizei Jagd auf Raser
In Tirol blitzen Radar-Kästen künftig auch von vorne. Damit ziehen sie mit mobilen Anlagen gleich. Ein Überblick über die Mittel der Polizei zur Tempokontrolle.

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Zwei grelle Blitze im Rückspiegel, der Kopf zuckt zwischen die Schultern - und schon ist es geschehen. Der Strafzettel kommt Tage später per Post, die Radaranlage hat erfolgreich zugeschlagen.
In Tirol sollen die grauen Kästen am Straßenrand künftig noch erfolgreicher arbeiten. Bei Neuanschaffungen wird auf Geräte zurückgegriffen, die in beide Richtungen blitzen können - also auch ein Foto vom Fahrer schießen. Mit diesen Voraussetzungen können bekanntlich auch deutsche Autofahrer zur Kasse gebeten werden.
flexible Tempoüberwachung
Entgegen der landläufigen Meinung ist das Blitzen von vorne nach österreichischem Recht erlaubt. Mobile Radar-Anlagen, die bei Bedarf aufgestellt werden, machen das schon immer. Nur die stationären Geräte sind zum Ablichten des Fahrers bislang nicht imstande. Ein flächendeckender Tausch auf eine neuere Technik ist in Österreich nach Auskunft des Verkehrsdienstes im Innenministerium dennoch nicht geplant.
Das sei auch nicht nötig, die Polizei habe genügend Möglichkeiten, das Tempo auf den Straßen flexibel zu überwachen, sagt Referatsleiter Martin Germ. Wenngleich nicht alle Gerüchte dazu stimmen müssen. So kursieren im Internet Bilder über Radargeräte, die für den Autofahrer quasi unsichtbar in Leitschienen eingebaut sind. "So etwas gibt es bei uns nicht", sagt Germ. Es gehe bei der Überwachung darum, präventiv zu arbeiten. Also darf der Fahrer die Messanlage durchaus sehen.













