Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 02. September 2014 01:50 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Oldtimertreffen in der Thermengemeinde Grüner Strom für Autobahn Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Mein Auto Nächster Artikel Oldtimertreffen in der Thermengemeinde Grüner Strom für Autobahn
    Zuletzt aktualisiert: 27.06.2009 um 21:27 UhrKommentare

    Machtkampf zwischen VW und Porsche spitzt sich zu

    Der Machtkampf zwischen Volkswagen und seinem hoch verschuldeten Großaktionär Porsche über die Zukunft der beiden Autobauer spitzt sich immer mehr zu.

    Foto © AP

    Volkswagen und das deutsche Bundesland Niedersachsen erhöhen den Druck auf den Stuttgarter Sportwagenbauer. In Branchenkreisen hieß es am Samstag, es müsse dringend ein Ergebnis erzielt werden.

    Ultimatum. Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, stellten VW und Niedersachsen Porsche ein Ultimatum. Die Porsche-Führung soll bis Montag signalisieren, ob sie auf ein Rettungsangebot des VW-Konzerns für Porsche eingeht. Sonst sei der Vorschlag hinfällig.

       Porsche hat sich bei der geplanten VW-Übernahme kräftig verhoben, ist mit rund neun Milliarden Euro verschuldet und sucht seit Monaten neue Geldquellen. Die Stuttgarter besitzen knapp 51 Prozent der Anteile an Europas größtem Autobauer und halten mit Hilfe der Banken Aktienoptionen über weitere bis zu 24 Prozent. Niedersachsen hält knapp mehr als 20 Prozent an VW und hat durch das umstrittene VW-Gesetz ein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen.

    Porsche irritiert. Im Übernahmepoker mit VW hat sich der Porsche-Aufsichtsrat gegen ein Ultimatum verwahrt. "Erpressen lassen wir uns nicht", erklärten Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Betriebsrat Uwe Hück am Samstag. "Wir hoffen sehr, dass die Urheber des Ultimatums vor dem Hintergrund der gemeinsamen Ziele sich wieder beruhigen und in internen Gesprächen und nicht über Schlagzeilen ihre Vorschläge verfolgen. Dazu stehen wir jederzeit bereit."

    Verhandlungen mit Katar.    Porsche verhandelt seit längerem mit dem Emirat Katar über einen Einstieg. Nach dpa-Informationen sind weiter drei Varianten im Gespräch. Eine Möglichkeit ist, dass das Emirat direkt bei der Porsche Holding SE einsteigt. Zuletzt war immer wieder eine mögliche Beteiligung von 25 Prozent oder knapp 30 Prozent im Gespräch.

    VW-Aktien für Katar. Eine zweite Variante ist, dass Katar Porsche seine Optionen auf VW-Aktien im Umfang von bis zu 24 Prozent abkauft und zum dritten Großaktionär von VW wird. Als dritte Möglichkeit wird dem Vernehmen nach eine Kombination beider Konzepte gehandelt. Alle drei Lösungen könnten dem Sportwagenbauer mehrere Milliarden Euro in die Kasse spülen. Bisher hatte das Emirat eine Entscheidung bis Ende kommender Woche in Aussicht gestellt. Die VW-Spitze um Vorstandschef Martin Winterkorn und Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigentümer Ferdinand Piech hatte vorgeschlagen, dass VW Porsche übernimmt.

       Nach dem "Spiegel"-Bericht schlägt VW den Familien Porsche und Piech nun vor, dass der Wolfsburger Konzern der Porsche Holding für drei bis vier Milliarden Euro einen 49-Prozent-Anteil an der Porsche AG abkauft. In einem nächsten Schritt würde das Emirat Katar VW-Aktienoptionen übernehmen, die von der Porsche Holding gehalten werden. Zum Schluss müssten die Unternehmen Porsche und VW fusionieren. Auch der "Focus" berichtete, die VW-Spitze wolle durch den Kompromissvorschlag den Übernahmepoker mit Porsche beenden.

    Vereinter Konzern.    An dem vereinten Automobilkonzern könnten laut "Spiegel" die Familien Porsche und Piech mehr als 40 Prozent der Aktien halten, Niedersachsen 20, Katar rund 15 und ein weiterer Staatsfonds fünf Prozent. Sollten Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche und Vorstandschef Wendelin Wiedeking nicht auf das Angebot eingehen, müsse Porsche damit rechnen, dass VW im September auf der Rückzahlung eines im März gewährten 700-Millionen-Euro-Kredits besteht. Das Emirat Katar würde Porsche dann nicht mehr retten.

       Sprecher von VW und Porsche wollten die Berichte am Samstag nicht kommentieren. Ein Sprecher der niedersächsischen Staatskanzlei sagte: "Wir setzen auf ein gutes Ergebnis für VW und Porsche und kommentieren deshalb Spekulationen nicht." Außerdem sei zwischen den Beteiligten Vertraulichkeit vereinbart worden. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hatte vor zwei Wochen in einem Interview darauf gedrängt, innerhalb der kommenden zwei Wochen solle eine Entscheidung über den künftigen Weg von Porsche getroffen werden.

    Daimler will nicht. Der Stuttgarter Automobilkonzern Daimler trat unterdessen Spekulationen entgegen, er sei an einem Engagement bei Porsche interessiert. "Wenn wir das wollten, würden wir das kundtun", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche der Zeitung "Welt am Sonntag". Porsche sei technisch und inhaltlich sehr eng in die Aktivitäten des VW-Konzerns integriert. "Es scheint mir nicht sinnvoll daran zu denken, diese Integration durch eine andere zu ersetzen."

    Die Übernahme der Porsche AG würde Volkswagen nach Einschätzung von Analysten rund acht bis neun Milliarden Euro kosten. "Das Geld liegt bereit", zitierte die "Automobilwoche" am Wochenende eine mit dem Vorgang vertraute Person.


    Mehr Mein Auto

    Mehr aus dem Web

      Fahrzeugsuche

      Ein Service von

      Online-Anzeigen-Tool

      Inserieren Sie jetzt in nur 6 Schritten Ihre Zeilenanzeige in der Kleinen Zeitung Weiter



      KLEINE.tv

      Wie fahrradfreundlich sind deutsche Städte?

      Nicht sehr, findet der ADAC. Selbst in den Städten, die beim jüngsten Te...Noch nicht bewertet

       

      Service für Sie

      Der ÖAMTC testete aktuelle Pneus.

      Neue Regelungen kommen.

      Was im neuen Jahr zu beachten ist.

      Die beste Route zum Ziel.

      Was stimmt und was nicht.

       

      Gebraucht, aber gut

      Dan Race - Fotolia.com

      Sie suchen nach Ihrem Traumauto? Die Fachhändler bieten eine Auswahl an Top-Gebrauchtwagen. Wir haben Tipps.

      Billig tanken

      Foto: AP
       

      Newsletter

      Nachrichten aus der Motor-Welt dazu Fotoserien und Videos von den allerneuesten Modellen.

       

      Verkehrsmeldungen

      Foto: ÖAMTC
       


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!