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Zuletzt aktualisiert: 17.06.2009 um 14:13 UhrKommentare

Baustellensommer: Wo in Österreich nichts mehr rollen wird

Pünktlich zu Ferienbeginn werden in Österreich Bagger und Presslufthämmer aktiv - bei Autofahrern ist viel Geduld gefragt.

Foto © APA

Der Baustellensommer beschert vor allem den Fernreisenden, die sich mit dem Auto Richtung Urlaub aufmachen, oft lange Wartezeiten und strapazierte Nerven. Besonders in Wien schnellt die Zahl der Baustellen traditionell im Juli und August in die Höhe. Der ÖAMTC lieferte die Daten, wo sich tückische "Nadelöhre" und andere potenzielle Staupunkte befinden.

Ferienzeit ist Stauzeit. Kaum läuten die Schulglocken ein letztes Mal, stehen vollgepackte Autos bereit für die Fahrt ins Grüne bzw. Blaue. Konzentration und Geduld sind auf allen heimischen Autobahnen gefordert: Straßenarbeiten gibt es auf der A1 bei Regau/Seewalchen, auf der A2 zwischen Laßnitzhöhe und Knoten Graz Ost sowie bei Velden Ost, auf der A4 zwischen Neusiedl und Weiden/Gols, der A8 zwischen Pichl und Meggenhofen sowie der A9 zwischen Lebring und Wildon.

"Schlimmer als je zuvor". Als Staustrecke wird die Tauernautobahn (A10) ihrem Ruf alle Ehre machen. Club-Verkehrsexperte Willy Matzke rechnet damit, dass es heuer "schlimmer wird als je zuvor". Vor allem deshalb, weil wegen der Wirtschaftskrise vermehrt mit dem Auto geurlaubt wird. Zusätzlich stünden Slowenien und Kroatien bei Touristen aus dem nördlichen Europa hoch im Kurs. Hinzu kommen in diesem Sommer Baustellenbereiche bei Hallein, Golling, Eben und Flachau. Auch die Brennerautobahn (A13) wird nicht verschont: Zwischen Matrei und Steinach drohen Fahrbahnverengung und Temporeduktion.

Zeitverzögerer. Bei der Ausfahrt aus Wien lauern ebenfalls zahlreiche Zeitverzögerer: Auf der Westautobahn (A1) wird zwischen Auhof und Wolfsgraben die Fahrbahn erneuert, Tempobeschränkung und Fahrbahnverengung sind die Folge. Ebenso verhält es sich auf der Ostautobahn (A4) zwischen Knoten Prater und Flughafen. Ausbesserungen sind auch auf der Donauuferautobahn (A22) zwischen Floridsdorf und Strebersdorf sowie auf der Nordbrücke geplant. Die berühmt-berüchtigte Südosttangente (A23) wartet gleich mit drei Baustellen auf: beim Knoten Kaisermühlen, in der Hanssonkurve und Richtung Süden zwischen Handelskai und Simmering - da allerdings nur an Wochenenden.

Stau ohne Baustelle. Obwohl baustellenfrei, müssen Autofahrer auch auf folgenden Strecken mit Staus wegen Verkehrsüberlastung rechnen: Auf der A2 zwischen Knoten Inzersdorf und Baden, auf der A11 vor dem Karawanken Tunnel, auf der A13 zwischen Innsbruck und der Mautstelle Schönberg, auf der Rheintalautobahn (A14) vor dem Pfänder Tunnel. Nicht zu unterschätzen ist natürlich auch das Deutsche Eck.


Entspannung

Steht man bereits im Stau, sollte man ruhig und entspannt bleiben. Zeit für Gespräche nutzen, Musik oder Hörbuch hören - auch kleine Snacks (Obst, Riegel, Kekse) verkürzen die Wartezeit.

Abstand halten

Gerade bei starkem Reiseverkehr geschehen oft Auffahrunfälle, zum Teil gleich mit mehreren beteiligten Fahrzeugen. Seidenberger: "Am besten sich immer wieder selbst kontrollieren, ob man dem Vordermann nicht allzu dicht an der Stoßstange klebt".

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Foto © APA

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Spurenspringen vermeiden

Dies erschwert aufeinander abgestimmte Geschwindigkeiten und ein rascheres Vorwärtskommen aller Beteiligten. Eifrige Spurenwechsler kommen auch nicht schneller voran - höchstens gestresster.

Pause machen

Grundsätzlich alle zwei bis drei Stunden anhalten, um die nötige Konzentration und Aufmerksamkeit beim Autofahren zu bewahren. Vor allem Kindern sollte die Gelegenheit zur Bewegung und zum Austoben geboten werden.

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