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Zuletzt aktualisiert: 19.05.2009 um 05:10 UhrKommentare

"Auf der Wackelbrücke rührt sich nichts"

Anrainer beklagen Stillstand der Autobahn-Sanierung im Liesertal. Derzeit sind die Anwälte der Asfinag und der Baufirmen am Zug.

Neue Debatte um die Altersbergbrücke in Oberkärnten

Foto © APANeue Debatte um die Altersbergbrücke in Oberkärnten

"Ein Problem-Baulos!", seufzt Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Die Rede ist von der Tauernautobahn im Bereich des Liesertals. Anrainer werden nicht müde zu klagen: Bevor die Sanierung dieses Autobahnabschnitts begann, durfte mit 130 km/h von Spittal nach Gmünd fahren, jetzt sind es teilweise 80 km/h. Das gilt zum Beispiel in der Lärmschutz-Einhausung Trebesing. Dort ist der neue Beton zu rutschig und glatt!

"Nichts geht mehr weiter". Und dann ist da der als "Wackelbrücke" zu trauriger Berühmtheit gekommene Talübergang Altersberg. Im Sommer 2006 zeigte die Kleine Zeitung spektakuläre Bilder vom welligen Belag. Am 16. Oktober desselben Jahres erschreckte ein Knall die Arbeiter auf der Brücke - diese wurde von der Asfinag gesperrt! Eine Fahrtrichtung hat man mittlerweile saniert - offenbar mit sehr bescheidenem Erfolg. "Die Wellen im Belag sind noch immer da und seitdem geht nichts mehr weiter", schreibt ein Anrainer der Kleinen Zeitung.

"Atmosphärische Störungen". Und tatsächlich: Die Firmen sind abgezogen, zwischen der bauausführenden ARGE A 10 und der Asfinag gibt es "atmosphärische Störungen". Man verhandelt noch immer, wer wie viel für weitere Sanierung zahlt. Klar sei: Es gab "Planungs- und Ausführungsfehler". "Wir haben ein versöhnliches Angebot auf den Tisch gelegt", sagt Asfinag-Sprecher Volker Höferl. "Aber wir verhandeln sicher nicht bis zum St. Nimmerleinstag." Sollte es keine Einigung geben, landet der Fall vor Gericht. Dann könne die Sanierung Jahre dauern, fürchten die Liesertaler. Insider glauben, dass es schneller geht: Dann werden alle Verträge aufgelöst und die Sanierung neu ausgeschrieben.

"Man hat einfach zu forsch gebaut", versucht Landeshauptmann Dörfler die Mängel zu erklären. "Zwei Mal zehn Monate für den Abschnitt - das konnte ich mir schon damals nicht vorstellen", sagt Dörfler. "Ich habe eine längere Bauzeit vorgeschlagen, aber die Asfinag hat nicht auf mich gehört." "Heute anfangen, gestern fertig sein! Dieses Motto funktioniert nicht", sagt Dörfler. "Darunter leidet nicht nur die Qualität, sondern auch die Arbeiter."

WOLFGANG ZEBEDIN

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Foto © APA

Die Sanierung im Jahr 2006Foto © APA

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