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    Zuletzt aktualisiert: 10.04.2009 um 12:52 UhrKommentare

    Weltmarkt-Ölpreis sinkt, doch Autofahrer werden zu Ostern wieder abgezockt

    ÖVP Wirtschaftsminister Mitterlehner wird aufgefordert, nicht weiter zuzusehen, wie Autofahrer in der Ferienzeit "derart abgezockt werden".

    Foto © APA

    Vor den Osterferien erhitzen wieder einmal die Spritpreise die Gemüter von Autofahrerclubs und Ölfirmen. Während der ARBÖ schon zwei ungerechtfertigte Verteuerungen seit vergangener Woche ortet, beschwert sich der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) über die "österlichen Rundumschläge" des ARBÖ. Laut letzterem ist Diesel in Österreich derzeit um 3,3 Cent zu teuer. Der ÖAMTC verweist auf die regionalen Unterschiede bei den Treibstoffpreisen und rät zum Vergleich schon vor der Abfahrt.

    Monitoring gefordert. Mittwoch vorige Woche und Dienstag diese Woche seien die Preise für Diesel und Eurosuper 95 in Österreich erhöht worden, obwohl die Notierungen in Rotterdam bis dahin jeweils gesunken seien, kritisierte der ARBÖ in einer Aussendung. "Nach einem zweiten faulen Osterei en suite ist es höchste Zeit für ein effizientes Spritpreis-Monitoring", so der Autofahrerclub. Die permanente Kontrolle der Treibstoffpreise könnte etwa im Wirtschaftsministerium im Rahmen einer Monitoring-Gruppe erfolgen.

    Konter. Ganz anders sieht freilich FVMI-Geschäftsführer Christoph Capek die Treibstoffpreis-Entwicklung seit 16. März: "Die Platts-Notierungen lagen für Ottokraftstoffe bei 310,15 Euro und für Diesel bei 303,63 Euro pro Tonne". Am Montag dieser Woche seien die entsprechenden Notierungen bei 352,33 Euro (Ottokraftstoffe) bzw. 342,51 Euro (Diesel) gelegen. Bis Mittwoch hätten sie wieder zugelegt. Das entspreche einer Preissteigerung von 13,6 Prozent bei Ottokraftstoffen und 12,8 Prozent bei Diesel. Dem gegenüber stünden die österreichweit durchschnittlichen Nettopreise (ohne Steuern) desselben Zeitraumes: Bei den Ottokraftstoffen betrage die Preissteigerung 4,3 Prozent und bei Diesel 4,9 Prozent. Diese Zahlen belegen in den Augen Capeks die "falschen Behauptungen des ARBÖ".

    Preisgrenzen. Laut Elisabeth Brandau vom ÖAMTC bewegen sich die Spritpreise in Österreich aktuell zwischen 0,811 Euro und 1,089 Euro für einen Liter Diesel. Superbenzin koste an den heimischen Zapfsäulen im Augenblick zwischen 0,844 Euro und 1,119 Euro je Liter. Auf jeden Fall preisgünstig tanke, wer nicht mehr als 0,9 Euro für den Liter Super oder Diesel bezahle.

    Ersparnis möglich. "Wer zum Beispiel von Niederösterreich über die Steiermark nach Kärnten fahren möchte, kann beim Tanken bis zu fünf Euro einsparen", so Brandau. In Niederösterreich zahle man für einen Liter Superbenzin zumindest 0,929 Euro. Ist man gezwungen, in der Steiermark einen Tankstopp einzulegen, müsse man bereits 0,949 Euro berappen. In Kärnten koste ein Liter bei der günstigsten Tankstelle hingegen nur 0,844 Euro. Außerdem sollte man bedenken, dass Tanken im Osten Österreichs ist um einiges billiger als im Westen sei. Tiefer in die Tasche greifen müsse man auch in Grenznähe, in manchen Nachbarländern (etwa Italien) sowie an Autobahntankstellen.


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