Immer weniger Wunschkennzeichen
Immer weniger Österreicher schmücken ihr Auto mit einem Wunschkennzeichen. Der Verkehrssicherheitsfonds wird anderweitig gespeist.

Foto © APA/OEAMTC/Jürgen König
Im Jahr 1990, als das Auto zum ersten Mal mit einem Wunschkennzeichen geschmückt werden durfte, fuhren viele Österreicher im wahrsten Sinn darauf ab. Vor den Zulassungsstellen herrschte Gedränge. Von A wie "Anton" bis Z wie "Zivi" bevölkerten Individualisten heimische Straßen - wie viele es genau waren, blieb aber lange ein Geheimnis der Behörden. Erst 2003 rückte die Statistik Austria mit einer ersten Zahl heraus: Rund 203.000 Fahrzeuge in Österreich trugen damals Hinweise auf den bzw. die Besitzerin ("Susi 1") oder Botschaften an die übrigen Verkehrsteilnehmer ("Baba 2").
Trend rückläufig.
Doch der Trend zum persönlichen Nummernschild ist seit Jahren rückläufig, bestätigt jetzt das Verkehrsministerium. 2005 wurden noch 32.400 Wunschkennzeichen ausgegeben, 2007 nur noch 22.700. Tendenz 2008: weiter sinkend.
Ersparnis.
Wer sich von der Behörde ein x-beliebiges Kennzeichen zuordnen lässt, erspart sich auch Geld. Denn die Nummerntafel nach persönlichem Geschmack kostet immerhin 172,20 Euro, die Verlängerung nach 15 Jahren 159 Euro. "Opa 1" und Co. dürfen sich aber auf die Fahnen heften, dem Allgemeinwohl zu dienen, denn ein Großteil der Gebühren fließt direkt in den Verkehrssicherheitsfonds. Mit diesem Fonds werden Kampagnen und Forschungsprojekte unterstützt.
Fonds leidet nicht.
Unter dem sinkenden Interesse leidet der Fonds nicht, betont das Ministerium. Seit 2006 sind nämlich außerdem auch die Erlöse aus Strafen aus der Güterbeförderung dafür gewidmet.
Features
Wunschkennzeichen
Die Kombination darf, je nach Länge der Abkürzung der Zulassungsbehörde, maximal sechs Zeichen haben und muss mit einer Ziffer enden.
Die Bewilligung kostet 172,20 Euro (bei der Abholung fallen zusätzlich 18 Euro für die Kennzeichen an), davon gehen 145 Euro an den Verkehrssicher-
heitsfonds. Nach 15 Jahren kann das Wunschkennzeichen verlängert oder zurückgegeben werden.
Die Verlängerung schlägt sich mit 159 Euro zu Buche.













