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Zuletzt aktualisiert: 29.11.2008 um 05:00 UhrKommentare

Kärnten hat die höchste Elektroautodichte Österreichs

Verein "Eurosolar" hat gestern in Klagenfurt über neueste Entwicklungen diskutiert. 40 E-Autos rollen durch Kärnten.

Knapp 250 Kilometer Reichweite und 204 PS: Der Automobilhersteller BMW hat mit dem Mini-E gerade seine erste Kleinserie mit Elektromotor auf den Markt gebracht. 500 Stück sind es insgesamt. Die ersten rollen schon emissionsfrei durch Los Angeles. Auch in Deutschland sollen rund 50 Minis auf die Straße gebracht werden. "Jetzt ist die richtige Zeit, um einen solchen Versuch zu starten. Elektroautos sind ein Zukunftsmarkt", sagt Wieland Bruch, zuständig für die Entwicklung alternativer Antriebe bei der BMW-Group. Die Autoindustrie erhofft sich durch die Elektrofahrzeuge neue Impulse.

Angebot gering. In Kärnten wird man die flotten Mini-Flitzer aber wohl noch länger nicht zu Gesicht bekommen. Denn das ist das größte Problem bei Elektroautos: "Es gibt zu wenig Förderungen, deshalb werden sie nur in Kleinserie produziert und das Angebot ist sehr gering", sagt Oliver Hromada. Der Ebenthaler ist ein Experte auf dem Gebiet. Er war einer der ersten in Kärnten, der mit einem Elektroauto durch die Gegend gerollt ist. Und vor zwei Jahren hat er gemeinsam mit Matthias Köchl und Emil Ogris den Verein "Eurosolar" gegründet, dem mittlerweile beispielsweise auch die Wirtschaftskammer Kärnten und der ÖAMTC angehören. Gestern hat die Generalsversammlung stattgefunden, bei der über die neuesten Entwicklungen auf diesem Sektor gesprochen wurde. "2006 gab es in Kärnten sechs Elektroautos, heute sind es 40. Damit hat Kärnten die höchste Elektroautodichte Österreichs", sagt Hromada stolz.

Billig, sauber. 100 Kilometer Reichweite hat sein Auto, statt mit Litern fährt es mit Kilowattstunden. Was sich deutlich in den Kosten niederschlägt. Die 100 Kilometer kosten nur zwei Euro. "Und es wird kein CO2 produziert", sagt Hromada. Ein großes Problem bei Elektroautos ist neben der Verfügbarkeit derzeit aber der Preis: "Sie sind wesentlich teurer in der Anschaffung", sagt Bruch von BMW. Das soll sich aber in einigen Jahren ändern, und die Elektrofahrzeuge vor allem die Städte erobern.

ASTRID KULLNIG

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