Droht uns der totale Verkehrskollaps?
Laut VCÖ leben 65 Prozent der Bevölkerung in Ballungsräumen. Tägliche Staus sind die Folge.

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65 Prozent der österreichischen Bevölkerung leben in
Ballungsräumen. Die Population in den Städten wächst stärker als auf
dem Land. Geht der Trend weiter, seien Verkehrsprobleme hausgemacht,
zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Verkehrsclub Österreich
(VCÖ), die am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien
präsentiert wurde. Werden keine entsprechenden Maßnahmen zur
Verringerung des Verkehrsaufkommen gesetzt, sei ein Kollaps eine
mögliche Folge.
Tägliche Staus.
5,4 Millionen Österreicher leben in Ballungsräumen. 71 Prozent der
Arbeitsplätze befinden sich in Städten, zeigt die Studie. "Schon
heute prägen tägliche Staus das Verkehrsbild der Ballungsräume.
Angesichts der wachsenden Ballungsräume stellt sich die Frage, ob den
Städten ein Verkehrskollaps droht. Das ist die schlechte Nachricht.
Die gute Nachricht ist aber, mit politischen Maßnahmen können die
Verkehrsprobleme der Ballungsräume deutlich verringert werden",
fasste Martin Blum die Ergebnisse zusammen.
Verkehrsprobleme hausgemacht.
Viele Verkehrsprobleme seien hausgemacht. Etwa durch
Arbeitsplätze, die schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln
erreichbar sind. Verkehrserreger sind auch Einkaufszentren am
Stadtrand. Allein die Shopping-City-Süd pro Jahr mehr als 300
Millionen Pkw-Kilometer verursacht und der Europark Salzburg 120
Millionen Pkw-Kilometer. Auch Autobahnen erhöhen nach Ansicht des VCÖ
das Verkehrsaufkommen. Diese verlagern den Verkehr von der Schiene
auf die Straße.
Chance.
Die Studie sieht das Wachstum der Ballungsräume aber auch als
Chance zur Verringerung der Verkehrsprobleme. In Wien werden 36
Prozent der Alltagswege öffentlich zurückgelegt, bis zum Jahr 2020
soll der Anteil auf 40 Prozent steigen.
Öffentliche Verkehrsmittel.
Insgesamt werden in Österreichs Kernstädten für 32 Prozent der
Alltagswege öffentliche Verkehrsmittel benützt. Im Umland der
Kernstädte sind es nur noch 11,5 Prozent und an den Rändern der
Ballungsräume nur noch 6,7 Prozent. In den ländlichen Regionen werden
nur 4,8 Prozent der Alltagswege mit Öffis gefahren.
Features
Ballungsräume
( Quelle: VCÖ 2008)
- Ballungsraum Wien: 2.419.000 (plus 7,9 Prozent)
- Ballungsräume Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck: 1.891.000 (plus 5,2 Ballungsräume Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck: 1.891.000 (plus 5,2 Prozent)
- Ballungsräume St. Pölten, Klagenfurt, Dornbirn: 655.000 (plus 3,9 Prozent)
- Restliche Ballungsräume: 437.000 (plus 1,8 Prozent)
- Alle Ballungsräume: 5.402.000 (plus 5,9 Prozent)
Fakten
Der VCÖ fordert den massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs in den Ballungsräumen und tritt für eine City-Mau nach Vorbild Stockholms ein.













