Der ideale Beifahrer ist weiblich, "cool" und angeschnallt
Die heimischen Autofahrer wünschen sich eigentlich einen Wunderwuzzi als Beifahrer: Kartenlesen steht hoch im Kurs. "Mitbremser" und "Festklammerer" sind schnell unten durch.

Foto © ORF/Die Simpsons - "Mitbremser" und "Festklammerer" verunsichern den Fahrer, außer er heißt Homer Simpson
Egal ob Mann oder Frau: Beide wünschen sich im
Idealfall eine Frau am Beifahrersitz, so das Ergebnis einer
ÖAMTC-Umfrage unter 500 Autofahrern. "Weiblich, Nichtraucher, aus dem
engsten Umfeld, angeschnallt, gelassen und aufmerksam", so beschreibt
Verkehrspsychologin Dora Donosa den idealen Kopiloten im Fahrzeug.
Ebenfalls beliebt: Beifahrer, die sich mit Straßenkarten auskennen,
Gurtmuffel sind unerwünscht.
Wunderwuzzi gesucht.
"Fast alle Befragten schätzen es, wenn sie auf Verkehrskontrollen
und Gefahrenquellen hingewiesen werden", so die Clubexpertin in einer
Presseaussendung am Dienstag. 93 Prozent wünschen sich einen
Beifahrer, der geschickt im Umgang mit Straßenkarten ist. Auch
gelassene und entspannte Beifahrer stehen hoch im Kurs. 85 Prozent der Autofahrer freuen sich über Lob. Immerhin 78
Prozent der Befragten empfinden es als angenehm, wenn sie vom
Beifahrer auf Anzeichen von Müdigkeit aufmerksam gemacht werden.
"Gurtmuffel" bekommen von 84 Prozent der Autolenker ein schlechtes
Zeugnis ausgestellt. Den Grund hierfür sieht die ÖAMTC-Psychologin
vor allem in der Tatsache, dass "es vielen unangenehm ist, den
Beifahrer an das Angurten erinnern zu müssen. Auch fürchten viele
Fahrer, im Falle eines Unfalls zur Verantwortung gezogen zu werden."
Nur nicht mitbremsen.
"Mitbremser" und "Festklammerer" verunsichern rund drei von vier
der befragten Fahrer und haben so indirekt Einfluss auf das
Fahrverhalten. Großen Unmut rufen rauchende Beifahrer bei zwei
Drittel der Autolenker hervor. Knapp dahinter (54 Prozent) liegen die
"Fahrstilkritiker" als Ärgerfaktor.
Features
Fakten
Insgesamt zeigt die Umfrage, dass Autofahrer generell gerne in Begleitung unterwegs sind. Laut einer kanadischen Studie sinke mit der Zahl der Mitfahrer auch das Unfallrisiko. Bei jugendlichen Fahrern hingegen trifft das nur bedingt zu. Gleichaltrige Mitfahrer können das Unfallrisiko erhöhen. Laut ÖAMTC-Psychologin führen gruppendynamische Prozesse dazu, dass sich der Fahrer nicht mehr als Alleinverantwortlicher sieht, was sein subjektives Sicherheitsgefühl erhöht.













