Milliarden-Geschäft am Himmel
GPS-Navigation wurde in den letzten Jahren zum Massenmarkt. Die Preise sinken jährlich um 25 Prozent.

Foto © Garmin
Die Navigation mit Hilfe von Satelliten ist nicht nur praktisch, sondern wird immer billiger. "Die Spannen verfallen brutal, alleine im Vorjahr sanken die Gerätepreise um 25 Prozent", erklärt Kevin Rauckman, Finanzchef beim Weltmarktführer Garmin. Das Ende des Preisverfalls ist nicht absehbar und dennoch geht es der Branche gut. Im Vorjahr verdoppelte sich der Absatz von Straßen-Navis allein in Europa auf 14,4 Millionen Stück. Auch vor Österreich machte der Boom nicht Halt: Die Stückzahlen schnellten von rund 110.000 auf 214.000 Stück nach oben. 2010 soll bereits jedes vierte Auto mit Navi ausgestattet sein. Hierzulande führt Garmin mit 37 Prozent Marktanteil vor TomTom mit rund 20. Den Rest teilen sich sehr viele kleine Anbieter auf.
Schnellere Positionsbestimmung. GPS-Chips werden nicht nur immer billiger, sondern gleichzeitig kompakter. Software sorgt für schnellere Positionsbestimmung und neue, bislang undenkbare Dienste und Geräte. Der Fitnesstrainer fürs Handgelenk ist kaum größer als eine Uhr und bietet unglaubliche Funktionen. So kann man stets die Position echter oder virtueller Laufkollegen während des Sports und später am PC verfolgen. Ein Beispiel dafür ist Garmins Forerunner-Uhr.
GPS und Galileo. Wenn Navigationsgeräte aller Art boomen, stellt sich die Frage, wie das in ein paar Jahren sein wird, wenn die europäischen Galileo-Satelliten am Himmel sind. "Die Chiphersteller arbeiten an Dual-Lösungen. Sobald sie am Markt sind, werden nur noch diese verbaut", erklärt Rauckman. Und das kann schon in ein paar Jahren sein - theoretisch also noch, bevor das System voll einsatzbereit ist. Gewählt wird dann stets das genauere Signal, also meist jenes von Galileo. Reine GPS-Geräte werden allerdings noch viele Jahre weiter funktionieren.













