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    Zuletzt aktualisiert: 19.05.2008 um 05:00 UhrKommentare

    Zündsperre für Alkolenker gefordert

    Wieder Unfälle mit Alkolenkern. Villacherin mit 3,4 Promille unterwegs. ÖAMTC fordert jetzt Zündsperren für "harte Trinker".

    Automatische Zündsperren sollen künftig Betrunkene am Losfahren hindern. Das fordert jetzt der ÖAMTC. "Die meisten Alkounfälle werden von harten Trinkern mit mehr als 1,5 Promille verursacht. Man sollte deshalb prüfen, ob die bisherigen Sicherungsmaßnahmen, vor allem bei Wiederholungstätern, ausreichen", sagt ÖAMTC-Jurist Hugo Haupfleisch.

    System blockiert den Motor. Zündsperren zum Hineinpusten sind in Schweden, Kanada, Australien und den USA seit Jahren im Einsatz, meist sogar als offizieller Bestandteil von Reha-Programmen für Alkosünder. Und so funktionieren sie: Kleine Plastikkästchen sind per Kabel am Armaturenbrett befestigt. Vor der Abfahrt bläst der Fahrer durch ein Röhrchen hinein. Misst der Sensor eine Alkoholkonzentration, blockiert das System den Motor. Sonst startet der Wagen ganz normal.

    Vermehrte Kontrollen. "Die vermehrten Kontrollen der Polizei und die strengen Sanktionen allein helfen offenbar nicht, dem Alkoholmissbrauch unter Lenkern entgegenzuwirken", sagt Haupfleisch. Die Zahlen beweisen es: In den ersten drei Monaten des heurigen Jahres gab es in Kärnten im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent mehr Alkounfälle. Auch das vergangene Wochenende war wieder einmal "blau": Unter den vielen betrunkenen Lenkern, welche von der Polizei gestoppt wurden, war auch eine Verkäuferin (49) aus Villach. Sie war mit ihrem Auto ohne Licht unterwegs gewesen. Bald war klar, warum: Sie hatte 3,4 Promille Alkohol im Blut.

    Wochenende der Trinker. In Klagenfurt krachten auf einer Kreuzung Samstag gegen 21.50 Uhr gleich zwei betrunkene Lenker zusammen: Ein Autofahrer (27) - er hatte 0,74 Promille - und ein 16-jähriger Mopedlenker. Der Schüler hatte 0,64 Promille. Alkohol spielte auch bei folgendem Unfall eine Rolle: Ein Villacher (22) stellte sich am Sonntag gegen 4.35 Uhr auf der Italiener Straße in Villach mitten auf die Fahrbahn. Er wollte einen Maurer, der mit seinem Auto bei einem Haus zufahren wollte, einweisen. Der 22-Jährige wurde von einem noch unbekannten Fahrzeuglenker erfasst und in die Luft geschleudert. Er wurde unbestimmten Grades verletzt. Der 22-Jährige hatte 2,08 Promille Alkohol im Blut!

    CLAUDIA BEER-ODEBRECHT

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