ÖAMTC und VRÖ: Abgefahrene Winterreifen auch im Sommer untauglich
Bis Anfang Mai hat erst die Hälfte der österreichischen Pkw die Reifen gewechselt - das kann sich unter Umständen rächen.

Foto © aboutpixel.de/Bernd Boscolo
Auch über zwei Wochen nach Ende der Winterausrüstungs-Pflicht ist immer noch rund die Hälfte der österreichischen Pkw mit Winterreifen unterwegs. Sowohl der ÖAMTC als auch der Verband der Reifenspezialisten (VRÖ) raten Umrüstungsmuffeln jedoch davon ab, im Sommer alte Winterreifen "aufzubrauchen". Denn dadurch riskiere man nicht nur einen längeren Bremsweg, sondern schade auch der eigenen Geldbörse und der Umwelt.
Zum Thema
Riskantes "Fertigfahren". So verlockend es auch sein mag, abgefahrene Winterreifen im Sommer "fertig zu fahren", so riskant ist es auch. Aktuelle Testergebnisse des ÖAMTC zeigen, dass neue Sommerreifen die Tests bei jeder Ausgangslage klar für sich entscheiden. "Schon bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 80 km/h ergeben sich Bremsweg-Differenzen von bis zu 6,4 Metern", erläuterte Reifenexperte Friedrich Eppel vom ÖAMTC die Testergebnisse bei nasser Fahrbahn.
Nicht optimal. Ganzjahresreifen zu verwenden um den halbjährlichen Reifenwechseln zu entgehen, ist auch keine optimale Lösung. Beim Test auf trockener Fahrbahn mit 100 km/h waren diese sowohl gegenüber der neuen Sommerausrüstung als auch gegenüber den abgefahrenen Winterreifen im Nachteil: "Wo man mit den neuen Sommerreifen schon steht, rauscht man mit Ganzjahresreifen noch mit 42 km/h weiter", so Eppel. Prinzipiell seien die Ganzjahresreifen zwar eine bessere Lösung als die abgefahrene Winterausrüstung, es sei jedoch ratsam, immer die eigens für die Jahreszeit entwickelten Reifen zu verwenden.
Features
Kosten und Umwelt
Dass moderne Sommerreifen eine sinnvolle Investition sind, zeigt
auch der Blick auf die Kosten und die Umwelt: Der Rollwiderstand, der
in der Stadt und auf Land-
straßen zu einem Viertel am
Treibstoffverbrauch beteiligt ist, ist bei neuen neuen Reifen
optimiert. Das verringert den Spritver-
brauch und die CO2-Emis-
sionen
um zehn Prozent.













